7 Wonders Duel

Frittenrezensionen Kartenspiele
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Superfritte

Die 7 Weltwunder: Pommes, Salz, Mayo, Ketchup, Frittierfett, Knoblauchsoße und Holzpiekser.

Wie ihr euch sicherlich erinnern könnt, haben wir letztens erst über 7 Wonders berichtet. Auch, wenn es schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es ein Spiel, das, meiner Meinung, in keinem Spieleschrank fehl am Platz ist. (Auch, wenn ich davon erst überzeugt werden musste. ;-)) Verdient gab es im Jahre 2011 den Kennerspiel des Jahres Aufkleber.

Im Jahr 2015 kam eine neue 7 Wonders Schachtel auf den Markt. Nämlich 7 Wonders Duel – ein 7 Wonders rein für 2 Spieler. Um unsere Reihe ein bisschen kompletter zu machen haben wir natürlich auch mit dieser Schachtel jede Menge Weltwunder errichtet. Und das wollen wir euch nicht vorenthalten.

Dann mach dich mal bereit zu verlieren.

Bei 7 Wonders Duel geht´s, genauso wie bei den anderen 7 Wonders Spielen, darum, Weltwunder zu bauen und Karten zu erwerben, die einem nicht nur die benötigten Rohstoffe bringen, sondern auch noch andere lukrative Aktions- und Handlungsmöglichkeiten. Lest gerne auch nochmal hier nach, wenn ihr euch einen Einblick über die Grundspiele verschaffen möchtet.

(c) Repos Production / Asmodee

Das Spielprinzip ist an vielen Ecken bekannt, die Karten sind nicht großartig anders, als die, die wir aus dem „großen“ Bruder kennen. Einige Besonderheiten gibt es jedoch. So werden die Karten, die in den Zeitaltern zur Verfügung stehen, teils offen, teils verdeckt auf dem Tisch drapiert. Dabei liegen einige Karten auf anderen. Nur Karten, die gar nicht von einer anderen Karte überlappt werden stehen aktuell zur Verfügung. Manche Karten, die also offen liegen, können das SpielerInnenbegehren schon schnell erwecken, von anderen wird man erst erfahren, ob man sie gebrauchen will oder kann, wenn sie freigelegt und somit umgedreht werden.

Dann folgt das bekannte 7 Wonders Spielprinzip:  Verfügbare Karten aus der Mitte können gekauft werden und werden vor jedem gesammelt. So erhöht sich die Produktionsmenge der unterschiedlichen Ressourcen, die wir nicht nur benötigen, um neue Karten zu erwerben, sondern auch, um an unseren Weltwundern herumzuschrauben. Hier bei 7 Wonders Duel ist es so, dass jeder Spieler zu Beginn 4 eigene Weltwunder zugeteilt bekommt. Baut er eines erhält er den angegebenen Bonus und markiert das Wunder als gebaut. 

Warum ist das wichtig?

Weil insgesamt nur 7 von 8 Weltwundern gebaut werden dürfen. Das bedeutet also nicht nur, dass ich möglichst schnell sein sollte, um mehr Weltwunder zu bauen, als mein Gegner, ich muss auch noch sehr gut überlegen, welches ich zu welchem Zeitpunkt baue. Es ist nämlich sehr ärgerlich, wenn ich zu langsam bin und dann nur noch eines von zwei Weltwundern bauen darf, obwohl beide echt fette Boni bringen. Nein, ich hab mich nicht oft geärgert, weil ich nicht oft in dieser Situation war. Irgendeine Ressource fehlt doch immer, verdammt.

Die Karte, die ich aus der Mitte genommen habe, kann ich aber auch noch anderweitig nutzen. Nicht immer handelt es sich dabei um Karten, die man gebrauchen will oder kann. So kann man sich auch dafür entscheiden, die Karte abzuwerfen und dafür dann Kohle entsprechend der Anzahl der eigenen gelben Gebäude zu bekommen.

So spielt man also hin und her und schnappt sich hin und wieder mal Karten, die für den anderen MEGA gut wären – nur, um sie dann abzuwerfen, um einige wenige Taler zu bekommen. Ui, das kann das Blut schonmal zum Kochen bringen. (Nein, das hab ich nicht gemacht in den Partien. Ich spiele immer sehr gesittet. *evil laugh*)

3,2,1: Fight!

Neu hier bei 7 Wonders Duel ist die Leiste, auf der militärische Stärke abgehalten wird. Erhalte ich eine Karte mit militärischer Stärke, kann ich den Konfliktmarker in Richtung meines Gegners schieben. So schalte ich Boni in Form von Siegpunkten frei, die ich hoffentlich später erhalten werde, und außerdem kann ich meinen Gegner dazu zwingen, Geld abzugeben. Sollte ich es sogar schaffen, den Konflikt auf die Spitze zu treiben und die Figur auf das letzte Feld der Leiste (also ganz zu meinem Gegner) zu schieben, kann ich sogar so das Spiel beenden und somit sofort gewinnen. Außerdem kann ich das Spiel auch beenden, in dem ich 6 unterschiedliche Forschungssymbole auf den grünen Karten gesammelt habe. Und da gibt’s auch noch was Spannendes: Immer, wenn ich 2 gleiche Forschungssymbole vor mir gesammelt habe, darf ich einen von 5 Fortschrittsmarkern nehmen, die zu Spielbeginn zufällig ausgelegt werden. Darüber kann ich neben Geld und Siegpunkten auch Privilege erhalten, die mir im restlichen Spiel Gutes tun und von denen ich profitieren kann.

Zack Zack

Hier bei 7 Wonders Duel ist gefühlt sogar noch ein bisschen mehr zu tun, als in den Grundspielen. Da ganz klar ist, dass nur einer von bestimmten Dingen profitieren kann, sollte man sich schnell darüber bewusst werden, was genau für einen selbst wichtig ist oder sein könnte. Also: Schnell ran an die Weltwunder. In der Zeit, in der man sich mit denen beschäftigt, arbeitet der andere aber vielleicht fleißig an der Forschung, um sich einen Fortschrittsmarker einzuheimsen. Wenn da einer weg ist, dann hat man Pech. Der gehört dem anderen und man hat keine Chance, daran zu kommen. Oder es liegen vielleicht 2 Karten aus, die für einen selbst super wären. Nimmt man die eine, kann man sie zwar für das eine Projekt nutzen, aber der Gegner wird die andere wahrscheinlich dann mit einem fetten Grinsen aus der Auslage nehmen und damit etwas anstellen. Wir gucken also die ganze Zeit hastig von links nach rechts und geben allem, was da ist, eine Chance. Militärische Macht war für euch im Grundspiel nicht so wichtig? Nun ja, wenn ihr seht, wie der Konfliktmarker immer näher kommt, dann bleibt bald keine andere Wahl mehr, als das Militär aufzustocken. Aber sollte man eher direkt in die Armee Buttern und sie groß aufstellen, um im Nachgang mehr Zeit zu haben, sich um anderes zu kümmern? Macht es nicht vielleicht Sinn, nur zu reagieren, falls der andere Spieler das Militär aussendet? Tja – bei 7 Wonders Duel gibt es, wie ihr vielleicht seht, nicht nur jede Menge zu tun, sondern auch verschiedene taktische Herangehensweisen. Welche davon zum Sieg führt hängt davon ab, wie sich euer Mitspieler verhält. Ich kann nur sagen: Es macht echt Spaß, die Taktiken auszuprobieren und verschiedene Wege zu testen, um aufs Siegerpodest zu kommen.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an Asmodee, die uns 7 Wonders Duel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Lecker

  • Für 2 Spieler austariert
  • Noch mehr, um das man sich kümmern will.
  • Coole neue "Gimmicks", die das Spiel noch knackiger machen.
  • Man kann den Mitspieler nun sogar noch offensichtlicher ärgern.
  • Dadurch, dass zufällig Karten zu Beginn des Spiels entfernt werden, sind manchmal "Lieblingskarten" nicht dabei.
  • Durch die Anordnung der Karten ist keine Runde wie die andere - verschiedene Strategien sind gefragt!

Pfui

  • Das Grundspiel hat mir zu zweit auch schon gut gefallen.
  • Die Karten hätten auch ein biiiischen größer sein dürfen.
  • Die Positionen der Karten ist zufällig - so kann es vorkommen, dass sich einer öfter mit Karten zufrieden geben muss, die er eigentlich nicht haben wollte, als der andere.

Fazit

Kaddy reibt sich die sandigen Hände.

  "7 Wonders Duel kommt wieder mit einer wie gewohnt guten Anleitung daher und ist super schnell gespielt. In einer halben Stunde können am Spieltisch eine Menge Emotionen kochen - glaubt mir! Da ist von Ärger über Verzweiflung über Himmelhochjauchzend alles dabei. Und gerade wenn ihr Spiele sucht, die zu zweit Spaß machen, dann sollte 7 Wonders Duel in eurem Regal nicht fehlen. Ich bin nach wie vor sehr froh, dass ich 7 Wonders eine Chance gegeben habe (danke an dieser Stelle an den Verursacher ;-)). Auch 7 Wonders Duel steht in der Weltwunderliste für mich ganz schön weit oben."
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