Attack of the Jelly Monster

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7

Superfritte

Glibber für alle!

Heute wird’s glibberig hier bei uns. Denn wir werfen ein jellyartiges Auge auf Attack of the Jelly Monster von Libellud bzw. Asmodee.

Attack of the Jelly Monster ist ein Spiel für 3 bis 6 SpielerInnen und worum es geht, ist eigentlich schnell erklärt:

DÖMDÖMDÖM

Die Stadt wird von einem riesigen, glibberigen, rosa Monster angegriffen und wir sind Forscherteams, die möglichst viel Jelly einsammeln wollen, um es zu erforschen, bevor das Monster von der Regierung niedergemetzelt wird. Das Jelly ist ROSA. Geiles Monster, das würd ich auch gern mal treffen. ….. also …. vielleicht eher aus der Entfernung als aus der Nähe. Aber es ist rosa! Ich würd auf jeden Fall mal gucken gehen, wenn sowas in Duisburg wäre. Mit Kamera.

Die Schachtel ist nicht rosa, sondern lila und beinhaltet das Stadtzentrum sowie einige Bezirke, in denen wir darum kämpfen, möglichst viel Jelly zu sammeln. Das Spielbrett wird zusammengesteckt, sodass die Bezirke rund ums Stadtzentrum herum liegen. Eine kleine Drone, die gleichzeitig auch der Rundenmarker ist, zeigt an, welcher Bezirk als erstes am Ende einer Runde gewertet wird und in welche Richtung es dann weitergeht.

Jeder von uns erhält einige Würfel und einen Sichtschirm. Das ist alles, was man als gebildeter Forscher braucht, um an Jelly zu kommen.

Wenn jeder ausgestattet ist, kann’s auch schon losgehen und dann wird’s hektisch. Denn alle spielen gleichzeitig und würfeln, was die Hände hergeben. Die Würfel können Stück für Stück an den einzelnen Bezirken angelegt werden. Also: Würfeln, einen Würfel auswählen und anlegen. Oder keinen Würfel anlegen und neu würfeln. Damit es nicht so einfach ist: Innerhalb des Sichtschirms muss gewürfelt werden – danach darf der Schirm entfernt werden, um besser an die Würfel zu kommen.

Ziel ist es, am Ende einer der insgesamt 4 Runden die höchste Summe an Augenzahlen an einem oder mehreren der Bezirke liegen zu haben, um die Belohnung zu bekommen, die dort gerade aktuell.

Wieso aktuell?

In den Bezirken sind unterschiedliche Belohnungen vorhanden. Es gibt immer 3 in jedem Stadtteil – manche sind gut und bringen einiges an Jelly, andere wiederum sorgen dafür, dass man Jelly abgeben muss oder sogar an seine Mitspieler verschenken muss…. Das kann schnell mal ärgerlich werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die anderen Mitspieler ein Wörtchen mitzureden haben, was die Belohnungen eines einzelnen angeht. Denn durch das Anlegen eines Würfels mit der Augenzahl 3 oder 4 darf man die Belohnung im Bezirk ändern – und kann so ganz schnell auch mal dafür sorgen, dass die Freude seitens desjenigen, der den Bezirk am Ende der Runde kontrolliert, weil er die meisten Augen dort abgelegt hat, sinkt. Auf null. Oder minus 10.

Legt man einen Würfel mit einer 1 oder einer 2 an einen Bezirk an, darf man daraus einen der ausliegenden Würfel entfernen und in das Stadtzentrum legen. Das ist zwar ganz cool, weil man so dafür sorgen kann, dass man die Kontrolle eines Bezirks übernimmt … ABER … natürlich wird das Stadtzentrum auch gewertet und derjenige Spieler, der am Ende einer Runde die meisten Würfel im Zentrum liegen hat, wird auch mit Jelly belohnt. Daher sollte man auch immer mal nen Blick in die Stadt werfen, bevor man einfach so Würfel entfernt.

5en und 6en haben keine besondere Fähigkeit, die man nutzen kann, wenn man solch einen Würfel einsetzt. Aber sie haben viele Augen und tragen bedeutend dazu bei, die Kontrolle eines Bezirks zu übernehmen. Allerdings werden hohe Augen natürlich auch gern von anderen Spielern durch das Einsetzen einer 1 oder 2 entfernt.

Sobald der erste Spieler alle seine Würfel an den Bezirken (oder inzwischen auch im Stadtzentrum) eingesetzt hat, wird die Sanduhr umgedreht. Alle anderen Spieler haben dann noch 10 Sekunden Zeit, um ihre übrigen Würfel unterzubringen. Aber auch hier gilt: Würfel für Würfel. Nix mit mehreren Würfeln gleichzeitig oder so. Nee, nee. Hektisch am Ecktisch sag ich da nur.

ALTER!!!

„Was machst du daaaaa?? Lass mich doch einfach in Ruhe!!!“ Das ist auf jeden Fall ein Satz, der oft fällt, während man Attack of the Jelly Monster spielt. Nicht nur, dass alle irgendwie wild in der Stadt rumfummeln und die Würfel auf den Tisch knallen und jeder irgendwie irgendwo hingrapscht, nein. Dann sorgen die anderen auch noch in regelmäßigen, ziemlich kurzen Abschnitten dafür, dass der eigene Plan innerhalb von Sekunden zunichte gemacht wird.

Wer am Ende der 4 Runden das meiste Jelly gesammelt hat gewinnt. Es gibt Jellykapseln, die man verdeckt sammelt, damit die Spannung erhalten bleibt und Jelly, das offen gesammelt wird.

Hier habt ihr übrigens die Möglichkeit, euch die ganzen Regeln anzugucken, falls ihr Details zum Spiel wissen wollt.

BÄÄÄM BÄÄÄM BÄÄÄM!

Jellyparty ist hier auf jeden Fall angesagt. Attack of the Jelly Monster ist hektisch, witzig und gemein. Es ist super schnell gespielt und die Regeln sind echt flott erklärt und man kann schnell ins Spiel einsteigen. Das find ich richtig gut. Daher kann man dieses Spiel auch ohne Probleme mit Menschen spielen, die nicht so super häufig spielen. Nerdy ist das Thema trotzdem. 😉

In den ersten Runden kann es ein bisschen herausfordernd sein, darauf zu achten, dass die Würfel wirklich mit den ihnen zugeteilten Spezialfähigkeiten eingesetzt werden und da nichts durcheinander gebracht wird. Auch, wenn in jedem Sichtschirm eine Übersicht gedruckt ist, die angibt, welcher Würfel was kann, heißt das ja nicht, dass man sie auch in der ganzen Hektik beachtet. 😉 Von daher tut es nicht schlecht, in der ersten Partie, die man mit neuen Spielern spielt, auch mal einen Blick darauf zu werfen, wann Würfel aus einem Bezirk entfernt werden und wann Belohnungen verschoben werden. Sollte da jemand mal in der Eile was falsches gemacht haben: Einfach das Spiel kurz anhalten, die Aktion richtig stellen und korrigieren und dann weiter würfeln. So haben wir es gemacht.

In unseren Spielerunden wurde viel gelacht, viel gemeckert und vor allem viel gewürfelt. Manchmal kam die irritierte Frage auf, warum man das auf Zeit spielt. Es sei doch auch cool, wenn jeder sich Zeit nehmen würde, um genau zu überlegen, welcher der nächste Schritt sein soll. Da bräuchte man doch keine Hektik oder so.

Und ich so: HALLO?!

Stell dir mal vor, du triffst auf ein rosa Monster, dass die Stadt bedroht. Willste dich dann echt dahin stellen und erstmal abwarten, wieviel Jelly die anderen Forscher sammeln und dich konzentrieren, um bloß nichts falsches zu machen? Naaaaja, ich weiß ja nicht. Ich würde das nicht machen. Ich würde mich drauf stürzen, die anderen schubsen und verhauen und alles mögliche tun, um Jelly zu kriegen. Das könnte man sicherlich auch ziemlich gut für eine Lavalampe benutzen …

Lecker

  • Schnell gespielt
  • Macht wach
  • Gutes Regelwerk
  • Streeeeeeess

Pfui

  • Nix für Schnarchnasen
  • Streeeess - das mag nunmal nicht jeder.

Fazit

Glibberalaaaarm!

"Attack of the Jelly Monster ist auf jeden Fall ein Spiel, das die müde Spielemeute wach macht und Leben an den Spieletisch bringt. Durch den schnellen Einstieg kann man das echt so mal eben spielen, 4 Runden gehen echt fix. Das finde ich toll. Den Zeitstress macht man sich natürlich selbst - solltet ihr also nicht so auf Stress stehen, dann vereinbart doch einfach in eurer Gruppe, dass die Uhr nicht umgedreht wird (das muss sie nämlich auch nicht - der erste, der all seine Würfel untergebracht hat, DARF die Uhr umdrehen. Aber das ist nix für die Fritte.) Danke an Asmodee an dieser Stelle, denn sie haben uns Attack of the Jelly Monster als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ob ich aus den Jelly Kapseln wohl auch eine Lava-Lampe bauen kann …. ?"
7

Superfritte

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