Farmini

Frittenrezensionen Kartenspiele
5

Knusperfritte

Süßes kleines Schweinchen

Gack gack, Oink Oink und määääääh! Das sind allesamt Geräusche, die wir hören würden, wenn wir uns wirklich auf dem Bauernhof von Farmini befinden würden. Achso und Plöpp Plöpp! Denn auf den Wiesen rund um die Bauernhöfe wächst Mais. Und wenn ich eine Maispflanze hätte, dann würde ich daraus regelmäßig Popcorn machen. Mmmmhhh, warmes Popcorn, aber nur süßes – kein salziges. Aber bei Farmini geht´s nicht um Popcorn, sondern darum, die Bauernhöfe geschickt aufzubauen. Wie das funktioniert? Das erfahrt ihr heute bei uns.

Rooooooooooar!!

Neulich auf dem Bauernhof, da wollte ich einen Zaun bauen. Denn ich wollte ein Zuhause für meine neuen Schweinchen errichten. Ich hab aber gar nicht drauf geachtet, dass da noch eine Maispflanze stand. Ja, sie stand da, denn die Schweinchen haben sie einfach aufgefuttert … Okay, darüber hab ich nicht nachgedacht. Also riss ich ein paar Zäune wieder ab und baute die irgendwie anders hin. Mh, nur wie?
AAAAAAAAAAAAAAAH! Ein Wolf – und er hat meine Schweinchen gefressen … ähm … verjagt. So ein Ärger. Jetzt sind sowohl die Zäune als auch die Schweine weg. So ein Mist. Ich glaub, ich muss das alles noch ein bisschen üben.

So könnte ein beschreibender Text zu einer Partie Farmini lauten. Farmini ist ein Bauernhofbauspiel für 1-4 SpielerInnen ab 5 Jahren und ist in 15 Minuten gespielt. Und es stammt aus dem Hause Loki. Habt ihr noch nicht gehört?
Kein Wunder, denn Loki ist ein neuer Verlag – es ist quasi der Kinderspielverlag von Iello. Und wir danken Loki an dieser Stelle ganz herzlich, denn sie haben uns ein Rezensionsexemplar vom Farmini zur Verfügung gestellt.

MÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH!

Also, worum geht´s denn bei Farmini? Jeder von uns hat einen Bauernhof, aber drum herum ist noch ziemlich viel Leere. Und unsere Aufgabe wird es sein, unseren Bauernhof zu umbauen, um so große Wiesen mit Zäunen, Tieren und Maispflanzen zu erschaffen.

Natürlich reden wir hier nicht von einem reinen Puzzlespiel – das wäre zu einfach.

In der Tischmitte liegen immer 4 Karten offen aus – das können zum Beispiel unterschiedliche Wiesenkarten sein, auf denen bereits Zäune eingezeichnet sind oder auch Maispflanzen oder Pfützen für Tiere. Und das sind auch schon die nächsten Möglichkeiten, die wir auf den Karten finden können. Tiere – und zwar Hühner, Ziegen und Schweinchen. Entweder alleine oder im Doppelpack. Und dann gibt´s da noch die böööösen Wölfe, die, wenn sie aufgedeckt werden, die Tiere verjagen. Wir sind hier in einem Kinderspiel und daher fressen hier die Wölfe nicht die Tiere, nein, sie verjagen sie. Und danach gehen sie wieder zurück in den Wald und schlafen, bis sie wieder die Möglichkeit bekommen, Tierchen zu verscheuchen.

Wenn man an der Reihe ist, dann nimmt man eine Karte aus der Tischmitte und legt sie an seinen Bauernhof an. Dabei muss man aber darauf achten, dass die Zäune weitergeführt werden.

Hat man es im Laufe des Spiels geschafft, einen Zaun um ein Gebiet zu bauen, in dem sich Tiere in den Pfützen befinden, dann hat man so dafür gesorgt, dass die Tiere nicht von den Wölfen verscheucht werden können. Hat man die Tiere allerdings
einfach nur so irgendwo rumstehen und der Wolf kommt, dann sind sie weg …..

Am Ende gibt´s dann Punkte für Maisfelder und für Tiere. Aber es kann auch Minuspunkte geben, wenn man nicht so gut gebaut hat …

Das Ende määäht. Naht.

Ich hab Farmini in den verschiedensten Runden gespielt – allerdings nur mit Erwachsenen, denn ich habe keine Kinder in meinem Freundeskreis. Rundum war die Meinung dazu „Süß! Wie ein kleines Carcassonne!“. Dass man das denkt liegt nahe – denn auch bei Carcassonne legen wir ja grüne Plättchen aneinander. Was wir daher natürlich nicht kennen: Da kommt kein Wolf und verjagt niedliche Schweinchen. Und es sieht auch um Längen nicht so süß aus. Und Farmini hat natürlich auch viel weniger Plättchen, die gelegt werden. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es Kindern sehr gut gefällt. Ich hätte allerdings die Altersangabe ein bisschen nach oben geschraubt … Aber dazu gleich noch mehr.

Ansonsten kann ich sagen, dass es auch für einen ausgewachsenen Menschen nicht so richtig einfach ist, hier weise zu wählen, welche Karte man nimmt. Denn wenn Tiere ausliegen, dann will man die haben
(weil die sooo süß aussehen ;-)). Allerdings ist es vielleicht gerade gar nicht so schlau, sie zu nehmen, weil es noch keinen eingezäunten Bereich für sie gibt und sie der Wolf holen könnte. Wenn man sie allerdings nicht nimmt, dann nimmt sie sicherlich der nächste. Und das wäre ärgerlich und es wären verschenkte Punkte. Ach je, was macht man denn nur? Man muss sich einfach entscheiden und hoffen, dass die Kartenreihenfolge mit einem selbst ist und einen in Ruhe lässt, wenn man es braucht und die Wölfe schickt, wenn es die anderen gerade so gar nicht gebrauchen können.

Aber!

Die Regel ist leider an der einen oder anderen Stelle ein bisschen umständlich formuliert, sodass manche Sachen nicht klar werden. Das kommt dann zwar im Spiel, aber leider ist das tatsächlich eine Lücke.  Und dann stellt sich mir noch eine Frage:
Dieses Spiel soll ab 5 Jahren sein? Für Hochbegabte? Wow – das würde ich sportlich nennen. Wir kennen das Grundprinzip des Spiels von Carcassonne und da habe ich schon häufiger gehört, dass Kinder – die schon etwas älter sind, so 8-10 Jahre – das zwar hinkriegen, aber die Länge des Spiels dann doch eher eine Herausforderung darstellt. Das ist definitiv hier nicht gegeben – das Spiel geht ja ruckizucki. Aber trotzdem halte ich es für übertrieben schwer für so einen Zwerg, die Plättchen so auszulegen, dass die Tiere keinen Mais fressen, dass sie nicht vom Wolf verjagt werden, dass sie noch Punkte bringen und am Ende des Spiels keine Minuspunkte eingebracht werden. Huihuihui.

Lecker

  • Äußerst niedlich gestaltet
  • Ein einfaches und nettes Mini-Carcassonne

Pfui

  • Ab 5 Jahren? Hmm, ist schon recht tief angelegt die Altersangabe.
  • Für Erwachsene wird es recht schnell langweilig.

Fazit

Damals ... im Ferienlager ... ähm nein, Bauernhof

  "Farmini punktet mit mega, mega niedlichem Design. Als ich das erste Mal die Schachtel in der Hand hatte, da dachte ich einfach nur „Ooooooooah wie putzig!!!“. Und das Spielmaterial hat es ebenfalls bewiesen. Die Schweinchen, Wölfe und Ziegen sind einfach unfassbar süß. Das Bauen des eigenen Bauernhofes ist echt nicht sooo einfach und ich bin mir wirklich nicht sicher, wie ein 5-jähriges Kind diese Aufgabe so meistert … Trotz alledem sorgt die kleine Spieleschachtel für kurzweiligen und kniffligen Spielspaß – also auch bei Erwachsenen. Es ist ein bisschen wie Carcassonne in klein und mit Wölfen. Und Schweinchen. ? Sehr niedlichen Schweinchen"
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Knusperfritte

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