Mit APPetit einkaufen gehen – Angry Birds

Frittenrezensionen Guten APPetit
5.5

Knusperfritte

Kaddy sagt: „Uaaaaaaaaaaaaaaaaah. PONG“

Angry Birds, der Klassiker unter den APPs, wie ich ja eigentlich behaupten würde. Zumindestens war es das erste Spiel, dass ich je auf einem iPad sah – nämlich auf den FunFairistschen… und auch das erste, dass ich nach dem ersten ausprobieren direkt ebenfalls runterladen musste. Rovio aus Finnland hat 2009 einen wirklich erfolgreichen Spielehit (wie Wikipedia es so schön sagt, ein „Artillerie-Computerspiel“) gelandet, gefühlte 1.000 Updates habe ich schon für meine diversen Angry Birds Spiele erledigt, 1.000.000 von Bytes dafür drauf gehen lassen. Was soll ich sagen? Ich würd es immer wieder tun.

Wie alles begann

Die zornigen Vögel kamen das erste Mal im Jahre 2009 in den Genuss des Fliegens und Zerstörens und zwar in der ersten Variante „Angry Birds“ ohne Zusatz und sonst was. Einfach so. Womit punktet Rovio also und bringt etwas auf den Markt, von dem irgendwie keiner die Finger lassen kann?

Es war einmal…

… in einem Land, in dem Vögel lebten. Ungestört war die Ei-Produktion,

die Nester der unzähligen Vögel wiegten im Wind, die Sonne zeichnete Schattenbilder in die Welt… als plötzlich eine Horde, nein noch viel, unsagbar viele fiese Schweine kamen und den armen kleinen Vögelchen die Eier aus den Nester klauten, um sie überall zu verstecken. Dies ließen sich die Vögel nicht lange gefallen und fingen an, Pläne zu schmieden. Wie immer in solchen Situationen war viel Scheiß dabei, jedoch auch eine gute Idee: SIe würden sich die Eier zurück holen. Aus den nur im Vogelland wachsenden Vogel-Haaren bauten sie eine ÜBERDIMENSIONALE Zwille, mit denen sie sich durch die Luft schießen lassen würden, so wie im Zirkus mit der Kanone, und würden ihr Hab und Gut wieder bekommen. Da waren sie sich ganz sicher.

Tja, und diese Aufgabe ist also dem Spieler überlassen worden. Genau das ist nämlich auch Sinn des Spiels: Alles Eier aus allen Verstecken einsammeln, in dem man die Zwille spannt und die Vögel wegballert, in der Hoffnung, keinen Knick in der Pupille zu haben, und den richtigen Punkt getroffen zu haben, damit die Gebilde aus Holzkisten, Eis oder Steinen in sich zusammenfallen, alle Schweine tötet und somit das Ei zurück nach Hause bringen. Denn genau das ist wiederum das Ziel des Spiels: Mit möglichst wenigen der zur Verfügung gestellten Vögeln alle Schweine umbringen.

Kurz sei erwähnt, dass jedes Level so oft, wie gewünscht gespielt werden darf. Es sei aber auch gesagt, dass jedes verdammte Drecks-Level auch gespielt werden muss, denn nur so wird das darauffolgende Level freigeschaltet. Wie viele Büschel Haare, abgekaute Fingernägel und zerbrochene Displays schon daran glauben mussten, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Das ist aber manchmal auch einfach ärgerlich. Ganz furchtbar.

Das Durchspielen der Level bringt uns Sterne sowie goldene Eier, die wir wiederrum für Bonuslevel brauchen. Es gibt inzwischen 9 verschiedene Level in dem „normalen“ Angry Birds, jedes mit durchschnittlich 15-20 Leveln. Man würde also denken, es gäbe genug zu zocken. Jedoch ist die Frage, ob 130 Level wirklich so viel sind, wenn man einen Abend Angry Birds spielt. Ich weiß noch… damals. Da hatte ich die Idee, meinem Liebsten Angry Birds für den Computer zu schenken, damit wir es über die Leinwand zocken konnten. Es war ein legendärer Abend, als wir um 4 Uhr morgens (unter der Woche) gut angetütert ins Bett gingen. Und wir hatten 8 Stunden lang nichts anderes gemacht, als die Vögel zu werfen und Bier zu trinken. Angry Birds macht Freu (n) de.

Anbei eine kurze Übersicht, mit wem wir alles werfen dürfen (ich muss zugeben, bis hierhin wusste ich gar nicht, dass die auch Namen haben……. ;o) )

23 Dohlen fliegen durch die Nacht.

Red (rot- hättet ihr nicht gedacht, wa..?), Jim, Jake & Jay (Blaue Vögel), Chuck (gelb), Bomb (schwarz), Matilda (weiß – Mathilda mag ich. Wer will nicht auch manchmal mit Scheiße nach Schweinen werfen?), Hal (grün… na, wenn ich ein Boomerang wäre, wär mir auch übel und ich würd grün anlaufen.), Terence (fett), Bubbles (orange. Auf Knopfdruck fett.) , Stella (rosa).

SCHWEIN!

Kleines Schwein, Großes Schwein, Helmschwein, Schnurrbartschwein und Königsschwein

Ich denke doch mal, das Spielprinzip ist an dieser Stelle klar, oder etwa nicht? Damit Rovio auch fleißig weiter Kohle dank iTunes machen können (Angry Birds für Android ist gratis), haben sie sich überlegt, noch viel, viel mehr Level herauszubringen und noch viel, viel mehr Vögel schmeißen zu lassen. Wenn man aus Vogelkacke Kohle machen kann, dann hat man doch alles richtig gemacht, oder was meint ihr?

Also, als zweites kam „Angry Birds Seasons“ auf den Markt. An die jeweiligen Jahreszeiten angepasst, wie der Name ja schon verrät, kommen regelmäßige Updates, in denen man es dann mit Kürbissen oder Schnee oder Süßigkeiten oder was auch immer zu tun hat. Jedes Update ist also lang ersehnt und sehr willkommen.

Im Jahre 2011 erscheint dann „Angry Birds Rio“, bei dem es nun darum geht, Vögel aus Käfigen zu befreien, Affen töten, auf die selbe Weise, wie weiter oben beschrieben.Diese Version orientiert sich an dem Animationsfilm „Rio“ und so wurden auch hier die Anforderungen angepasst. Und wenn man sowohl den Film als auch das Spiel hier kennt, dann sieht man, wie toll das umgesetzt wurde.

Im Jahre 2012 hebt Rovio dann ab. Denn es geht in den Weltraum! „Angry Birds Space“ bringt neue Spielmechanismen, neue Vögelchens und noch viel mehr. Denn nun hat auch die Schwerkraft was zu sagen und die Flugbahn will wohl überlegt sein. Denn einfach geradeaus fliegen ist hier nicht mehr.

Die letzte große Aktualisierung kam dann Ende 2012: Ein Hoch auf die Nerds! „Angry Birds Star Wars“ kommt auf den Markt. Mit 6 neuen Welten (die man dann sogar auch mit Android fast alle schön extra bezahlen darf) und neuen Vögeln geht´s in die nächste Runde. Tschubaka, Prinzessin Lea und Luke Skywalker (und nein, ich weiß nicht, wie die richtig geschrieben werden) tanzen durch die Lüfte und zerstören gepanzerte Schweine um die intergalaktischen Eier zu retten.

In allen Spielen gibt es noch als Hilfe besondere Waffen, die einem das Leben leichter machen können, wenn man mal wirklich nicht mehr weiter kommt. Spieler mit Stolz benutzen die aber nicht ;o)

Und Rovio bekommt einfach nicht genug. Inzwischen gibt´s auch noch „Angry Birds Star Wars 2“.  Das Geile an der Sache ist: Es wird und wird nicht langweilig, eigentlich ja wirklich sehr erstaunlich. Aber die Spielemacherei denkt sich immer wieder neue Mechanismen aus, die sie in die inzwischen gefühlten 1.000.000 Level packt und somit die Spielsüchtigen unter uns noch abhängiger macht. Nun ist es schon lang nicht mehr so, dass man einfach nur durch die Gegend ballert, nein, es gibts Chemielaboratorien, in denen man mit den Chemikalien lustige Dinge anstellen kann, es gibts Spiegel, in die man hinein fliegen kann und so an einer völlig anderen Stelle wieder zurückkommt…. diese Aufzählung könnte noch seeeehr lange genauso weiter gehen, aber das erspare ich uns allen mal an dieser Stelle ;o)

Und auch noch ein halbes Jahr nach der ersten Rezension würde ich immer noch die volle Turbofritte für Angry Birds vergeben. SUPER!

Funfairist sagt: Kugelige Schweine

Herzlichen Dank Kaddy für diesen superguten Überblick über die quäkenden Vögel und grinsenden Schweine. Es war nur eine Frage der Zeit, wann man die grüne Sau ausschlachtet und den Mechandisemarkt mit Goodies zuscheißt. Angry Birds ist dermaßen erfolgreich – da musste doch noch mehr rauszuholen sein, oder? Und das wird auch rausgeholt. Angry Birds gibt es beinah in jeder Kultursparte, die man sich nur vorstellen kann. Bücher, DVDs, Comics, Accessoires und und und. Die Liste würde noch lange weitergeführt werden können, wenn wir dies wollten. Selbstverständlich bleibt auch der Spielemarkt nicht unangetastet. Beinah in jedem Spieleladen kann man mittlerweile die Angry Birds Ableger sehen, und der Zahl sind es wirklich viele.Mattel, Hasbro, Tactic und viele weitere haben sich einer breiten Sparte von Auskopplungen angenommen und präsentiert. Es gibt eine Mensch ärger Dich nicht Version, Würfelspiele, Kartenspiele, und vieles mehr. Hier soll eine Auskopplung von Mattel vorgestellt werden, in der wir kleine Szenarien nachbauen und mit einer Zwille die grünen Schweine von den Balken hauen.

Geschicklichkeit 1.0

Ganz manuell und klassisch, ja ja, so geht es zu in der „realen Welt“ von Angry Birds. Wir haben Missionskarten, die unterschiedliche Schwierigkeitsstufen aufweisen. Auf diesen befinden sich Bauanleitungen für das gegebene Szenario. Wer dran ist, zieht eine Karte aus einer der vier Stufen, gibt sie seinem Nachbarn, der das Szenario, die Mission aufbaut. Entweder baut man sie der Abbildung entsprechend auf, oder erlaubt sich im Free Style Modus selbst kreativ zu sein. Nach und nach entsteht eine Burg oder auch Festung, bei der es darum geht, sie zum Einsturz zu bringen.Der Spieler, der diese nun bald angreifen wird, stellt sein Katapult ca. 30cm weit weg, schnappt sich die zustehenden Vögel und kann schon bald brachial auf die Burg eindreschen.Sollte man es schaffen alle Scheine umgekippt zu haben, erhält man die auf der Karte angegebenen Punkte. Sollten noch Schweine stehen, bekommt man die Missionskarte, und damit die Punkte, nicht. Zusätzlich zu den Schweinen kommen auch Punkte für die Bonusteile hinzu – man erkennt, sehr der digitalen Umsetzung nachempfunden – die in der Mission ggf. mit aufgestellt wurden.Wer bald als erstes 1000 Punkte zusammen hat, gewinnt eine Partie Angry Birds.

(K)ein Fingertipp entfernt

Braucht man bei der digitalen Vorlage lediglich einen Finger oder einen simplen Mausklick, um die Vögel kreischend loszuschleudern, benötigt man hier schon etwas mehr Geschick. Mit einer Hand muss die Schleuder festgehalten werden, nach etwas Übung weiß man auch ob der Flugfähigkeit des Vogels, es ist nicht unbedeutend, wie der Vogel in der Zwille positioniert wird, und ein gutes und gut abgeschätztes Augenmaß ist auch von Vorteil. Angry Birds ist damit kein Fingertipp entfernt, sondern eine geschickte Fingerspitzenübung.Gerade weil es so frickelig ist, ist genau das nicht jedermanns und jederfraus Sache. Die Handhabe mit der Schleuder, das Treffen und Abschätzen, ja alles wirkt leicht klotzog, nicht richtig ausgereift und teilweise wackelig. Auch dass man die Zwille nicht so ausbalancieren kann, wie man es mit einem einzigen Finger in der digitalen Version kann, ist schon etwas frustrierend, da man einfach kein Stück der Schweineburg trifft. Grrrr… Schnell mag man lauthals sagen: „Scheiß-Spiel“, obwohl man nur darüber gefrustet ist, einfach nicht getroffen zu haben. Ja, vielleicht gehören Frust und Wut einfach zu Angry Birds – spiegelt sich ja schon im Namen wider.Das Material ist durch und durch Plastik. Schaut aber echt ganz solide aus. Es klappert, es fasst sich gut an, und es schaut echt nicht schlecht aus. Gerade die Vögel sind ganz drollig. Die Schweine hätte man etwas netter gestalten können, nicht so „plattfressig“ – aber das ist zu verkraften. Mit den Balken lassen sich viele Burgvarianten erbauen, so dass es eigentlich nie langweilig wird.

Macht Angry Birds Spaß?

Hm, also mir nicht, zumindest nicht die analoge Version. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit dieser Art von Spielen wenig anfangen kann. Nach meinen Partien habe ich gemerkt, dass ich mich eher an der Optik erfreuen konnte, als am Spielespaß. Jedoch muss ich sagen, dass Kiddies voll steil gehen. Ich hatte letztens wieder einen Kinderspieletag bei mir, und drei wuselige Jungs gröhlten in meinem Spielezimmer umher. Und noch bevor ich denen ein Spiel empfehlen konnte, schrien sie alle: „DAAAA, ANGRY BIRDS, LASS UNS DAS ZOCKEN!!!!“ Da kam ich mit Pädagogik und Holz nicht weiter, sondern wurde von der Meute überrannt und als grün angemaltes Schwein ebenfalls in die Burg gezwängt.Da zeigt sich, dass der Name, besser die Marke Angry Birds, davon profitiert gespielt zu werden, weil Angry Birds immer noch in ist. Scheiß auf wertvoll, sinnvoll, fördernd … Angry Birds aktiviert (bestimmt nicht nur) junge Menschen und fordert zum Spiel auf. Und ist das nicht eigentlich genau das, was ein Spiel im Grundsatz will? Nämlich, gespielt zu werden? Darum kann ich dem Spiel auch nichts Schlechtes abgewinnen …

Lecker

  • Die APP ist der Oberknaller. In allen Variationen. Freizeit? Nein danke. Ich spiel Angry Birds

Pfui

  • Funfairist ist vom analogen Spiel gelangweilt
  • Frust und Wut sind immer Begleiter beim Brettspiel

Fazit

Kaddy sagt App-sichtlich

  "Nicht nur bei mir ist Hype um die zornigen Vögel riesig, nein, die kleinen werden gerade in der ganzen Welt zur Stars. Inzwischen gibt´s ja sogar schon Comics und eine eigene Fernsehserie. Wer hätte das damals gedacht? Ich liebe es, die flauschigen Dinge durch die Gegend zu katapultieren und vergebe hiermit feierlich (naja, mehr oder weniger…) den Status: VOLL TURBOFRITTE! Lieber FunFairist, was sagst du denn zu deinem Brettspiel von Angry Birds? Gibt´s da auch die volle Turbofritte für?!"

Funfairists Meinung

  "Nun ja, auch wenn das Spiel Kiddies einlädt sofort spielen zu wollen, so bleibt bei mir der Schlüpfer trocken. Ist mir dann doch etwas zu dämlich, und darum gebe ich der analogen Vorlage des Spiels eine kalte Fritte. Jedoch kann ich mir auch vorstellen, dass das Spiel und seine vielen Ableger auch Sammlerherzen höher schlagen lassen kann. Ich jedoch brauche es nicht."
5.5

Knusperfritte

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