aaaaaah ... Paare verfolgen mich!

Frittenrezensionen Kartenspiele
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Kalte Fritte

Erstmal vorab

Paranoia: „Eine psychische Erkrankung mit wahnhaften Vorstellungen, dass man verfolgt wird.“

Paaranoia: Ein Kartenspiel von AMIGO Spiele für 2-8 Spieler ab 8 Jahren. Spieldauer: 15 Minuten.

Also: Nicht verwechseln.

Worum´s geht …

Darum, keine Minuspunkte zu erhalten. So einfach ist das. Es gibt Zahlenkarten mit den Werten 1 bis 10, abhängig vom Wert der Karte gibt es die Karte entsprechend oft. Also 1 x den Wert 1, 2 x die 2 und so weiter.

Ein Spieler ist immer der Kartengeber und verteilt die Karten in einer Runde an die Mitspielenden. Zu Beginn einer Runde werden immer 5 Karten verdeckt in die Mitte gelegt, sodass niemand weiß, welche 50 Karten wirklich im Spiel sind. Dann beginnt der Kartengeber und verteilt eine Karte an jeden, die offen vor jedem ausgelegt wird. Der, der die niedrigste Karte vor sich ausliegen hat, ist der Startspieler. Und dann geht`s los: Jeder darf entscheiden, ob er eine Karte bekommen möchte oder ob er passen möchte.

Kriegt er eine Karte gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder, die Zahl auf der Karte liegt noch nicht in der offenen Auslage vor dem Spieler oder die Zahl gibt´s schon. Wenn die Zahl noch nicht da ist: Super! Die Karte darf ebenfalls abgelegt werden. Der nächst ist dran. Liegt der Wet schon aus: Schade! Das gibt Minuspunkte. Und zwar so viele, wie der Wert der Karte angibt.

Wenn einer passen möchte: Dann passt er eben und nimmt die niedrigsten Karten aus den Auslagen aller Spieler. Wenn dort mehrere gleiche Werte liegen, nimmt er nur eine.

Eine Runde ist zu Ende, wenn ein Spieler Minuspunkte bekommt – entweder durch das Nehmen einer Karte oder durch Passen. Alle legen ihre Auslagen auf den Ablagestapel. Dann fängt eine neue Runde an. Gespielt wird so lang, bis einer aus der Runde eine gewisse Anzahl an Minuspunkten gesammelt hat, die sich abhängig von der Spielerzahl verändert. Dann ist das Spiel vorbei. Endlich.

Varianten

Es gibt noch ein paar Varianten für Paaranoia … Damit man noch mehr „Spaß“ haben kann. Die schauen wir uns auch noch schnell an.

Viel hilft viel – Da gibt´s keine Minuspunkte, sondern nur Pluspunkte. Die erhält man, wenn man es schafft, in seiner Auslage Karten zu sammeln, ohne dabei Paare zu bilden. Wer am Ende einer Runde die höchsten Karten (ohne Paare!) vor sich liegen hat, gewinnt.

Eine Runde ausgeben (das ist – unabhängig vom Namen der Variante – eine gute Idee bei Paaranoia) – gespielt wird nur eine Runde. Das läuft so ab wie im Grundspiel. Allerdings wird, sobald jemand ein paar hat, nur seine Auslage auf den Ablagestapel gelegt. Minuspunkte gibt´s wie gehabt. Und derjenige Spieler, der ein Paar hatte, darf auch weiter mitspielen und beginnt eine neue Auslage. Wenn man passt, darf man sich aussuchen, welche Karten man von den Mitspielern erhält. Auch hier beendet das Punktelimit die Partie.

Gib Acht – Alles bleibt gleich, allerdings kann man hier eine 8, die vor einem liegt, abwerfen und dafür 2 Karten vom Kartengeber erhalten. Fertig.

Fiese Sieben – Alles bleibt gleich. Allerdings ist eine 7 beim Ermitteln des Startspielers die niedrigste Karte und wenn man eine 7 in seinem Zug erhält, kriegt man noch eine Karte.

Achso, die ganzen Regeln könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

Alter Schwede, ich fühl mich auch verfolgt.

Und zwar von einem Spiel, das mich sehr langweilt. Egal, mit welcher Variante, egal, mit wievielen Spielern und auch egal, wieviele Runden wir gespielt haben: Alles, was mich verfolgte war: Pure Langeweile. Und es ging nicht nur mir so! Es gab sogar Spielerunden, nach denen Mitspieler zugaben, extra viele Karten vom Kartengeber genommen zu haben, damit sie möglichst schnell die benötigten Minuspunkte erhalten, um das Spiel zu beenden.

Häufig kam das Feedback: „Das ist irgendwie ein bisschen wie „17 und 4″, nur kürzer und … langweiliger.“

Ich kann das leider auch nur bestätigen. Für mich persönlich ist dieses Spiel irgendwie rundum nichtssagend. Ich finde die Grafiken irgendwie nicht ansprechend und auch der Spielmechanismus ist nichts für mich. Im Grundspiel kann es durchaus passieren, dass die erste Runde nach der ersten Karte vorbei ist und das Spiel beim ersten Spieler hängen bleibt und andere in der ersten Runde gar nicht dran kommen. Und die Auswahl zwischen Passen und Karte ziehen ist manchmal auch ein bisschen wie die Wahl zwischen Pest und Cholera – dann hab ich die Auswahl zwischen 10 und 8 Minuspunkten. Das bremst irgendwie den Spielspaß.

Auch, wenn ich normalerweise Freundin der schnellen, tollen AMIGO Spiele bin, muss ich hier sagen: Nein, danke. Tut mir furchtbar leid, aber Paaranoia sorgt bei mir für Einkaufsplanung für die nächste Woche im Kopf während einer Partie.

Trotzdem: Herzlichen Dank an dieser Stelle an AMIGO Spiele, die uns Paaranoia als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Lecker

  • Das Spiel kann SEHR schnell gehen

Pfui

  • Langweilig
  • Langweilig
  • Ach du meine Güte. Frustration bei mir weil doofes Spiel.

Fazit

Gähnonoia

Aiaiai. Was hab ich hier gespielt? Für mich, wie bereits erwähnt, ist Paaranoia nichts. Also, gar nichts. Und auch in den verschiedenen Spielrunden konnte es bei uns nicht überzeugen. Für mich hat Paaranoia zu viele Frustrationsmomente und auch zu viele Boooooringmomente und zu wenig Juuhuuumomente. Für Menschen, die Spiele mit einem Push-your-luck-Mechanismus mögen und vor allem kurzkurzkurzweilige Spiele mögen, kann es durchaus sein, dass das Spiel super passt. In meinem Spieleregal wird es aber eher verstauben
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Kalte Fritte

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