Sag´s mir! Personen

Frittenrezensionen Kartenspiele
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"Na ja"-Fritte

Sag´s mir! Personen. Oder sag´s mir halt nicht.

Habt ihr Freunde? Auch viele davon? Dann wäre „Sag´s mir! – Personen“ von Repos bzw. Asmodee vielleicht etwas für euch, denn dieses Spiel ist für 4 bis 12 SpielerInnen geeignet. Verrückt, oder? Ja, und lustig, so behauptet es zumindest die Schachtel. Ob ich das genauso sehe? Schauen wir mal.
Zuerst einmal Danke an Asmodee für das Rezensionsexemplar, das wir bekommen haben, um euch davon zu berichten.

Auf geht’s.

Worum gehts denn bei Sag’s mir! Personen? Also … ihr bildet Gruppen und jede Gruppe versucht, möglichst viele Punkte zu scheffeln. Das Spiel verläuft über 3 Runden und alle Gruppen sind in einer Runde nacheinander dran und haben im Endeffekt die gleiche Aufgabe.
Ihr zählt 40 Karten ab, auf denen Persönlichkeiten beim Namen genannt sind. In der ersten Runde müssen so viele Personen wie möglich von den 40, die im Spiel sind, vom Moderator einer Gruppe für seine eigenen Teammates beschrieben werden und die müssen erraten, um wen es sich handelt. Das wird so lang gemacht, bis alle Personen genannt wurden. Wenn ein Team verkackt oder die Zeit abgelaufen ist, dann ist das nächste Team an der Reihe und so geht es so lang weiter, bis keine Karten mehr da sind.
In der zweiten Runde darf nur noch ein Wort genutzt werden, um das Team dazu zu bringen, eine bestimmte Persönlichkeit zu erraten und in der dritten Runde wird gestikuliert und mimikuliert – und es dürfen keine Worte mehr genutzt werden, um dem eigenen Team mitzuteilen, um welche Person es gerade geht.

Und ihr so: hä? Und ich so: Jub!

Was ich allerdings noch nicht erwähnt habe, ist, dass man alle 3 Runden mit den gleichen Personen spielt. In Runde eins lernt ihr sie kennen, in Runde 2 kennt ihr sie dann ja schon ein bisschen und in Runde 3 dann noch besser.
Es gibt natürlich noch Regeln dazu, was man sagen darf, und was nicht, so wie wir es von anderen Ratespielen auch kennen. Das Regelheft könnt ihr euch hier anschauen.
Ja, und so werden die drei Runden gespielt, es wird gestammelt, ge-äääähmt, geraten, gelacht und geschwiegen. Die Jungs von RocketBeans haben das übrigens vor der Kamera gespielt und da kann man ganz gut sehen, wie das so abläuft bei Sag´s mir! – Personen.

Mh …

So richtig umgehauen hat mich das Spiel ja nicht. Ja, auch wir haben in den Runden, die wir gespielt haben, viel gelacht, weil es einfach lustig ist, wenn jemand versucht, eine bestimmte Person nachzumachen und man sich zum Affen macht. Natürlich. Auf der anderen Seite muss ich sagen: Einige, einige der Personen, die im Spiel vorkommen, habe ich bis dato noch gar nicht gekannt. Natürlich hätte man sich hinsetzen können und die Geschichten von allen im beigefügten Heft lesen können … kann man aber auch lassen. Man trifft sich ja auch nicht, um sich gegenseitig aus der Bibel vorzulesen. Wüsstet ihr denn, wer die Brüder Montgolfier sind? Oder wer Mario Draghi ist? Adolf Dassler? Selbst wenn man die Namen gehört hat, muss man sie ja auch noch beschreiben können UND die anderen müssen wissen, von wem man spricht…
Ich bezweifle auch, dass meine Eltern Tony Hawk kennen.
Das Spiel ist ab 12 Jahren geeignet, laut Schachtel, und das bezweifle ich einfach mal. Selbst, wenn man ein ausgeprägtes Allgemeinwissen hat, dann wird man sicherlich auf ein paar Personen in der Schachtel treffen, von denen man noch nie was gehört hat. Übrigens, die Montgolfiers haben den Heißluftballon erfunden. Das weiß ich jetzt und ich habe demnach noch was vom Spiel lernen können. Immerhin. Adolf Dassler hat Adidas erfunden und Mario Draghi ist Vorsitzender der Europäischen Zentralbank.

Jetzt bin ich K L U K

Das Problem, das wir gar nicht so selten hatten, war, dass man gefühlt irgendwie stecken geblieben ist in der ersten Runde, sobald eine Person auf der Karte stand, die man nicht kannte. Denn in der ersten Runde darf keine Karte übersprungen werden – die, die gezogen wird, muss auch erraten werden. Basta. Ist dann also ein wenig unmotivierend, so in eine Partie zu starten. Außerdem kommt man sich auch doof vor, wenn man jemanden verwechselt oder eben nicht kennt. Was weiß ich, wer Daniel Brühl ist?! (naja, ich weiß nun, dass er ein deutscher Schauspieler ist. Wieder was gelernt. Ob diese Information aber so wichtig ist, dass sie einen Platz in meinem Kopf verdient hat – da bin ich mir noch unsicher …)

Lecker

  • Insider garantiert
  • gelacht wird bestimmt

Pfui

  • Einige Persönlichkeiten kennt man nicht
  • ... da fühlt man sich manchmal ganz schön doof
  • Die Altersangabe bezieht sich auf sehr schlaue 12-Jährige
  • Aufgrund der verschiedensten Personen nicht unbedingt "generationenübergreifend" spielbar

Fazit

Kaddy sagt´s euch.

"Wie gesagt, auch, wenn wir in den Runden Spaß hatten, dann gehört Sag´s mir! - Personen dann doch eher zu den Spielen, die im Regal stehen bleiben, wenn Besuch kommt. Schade - die Idee ist ja eigentlich ganz witzig und das Potential für neue Insider zwischen Freunden ist auf jeden Fall auch gegeben. Aber irgendwie hat’s mich und auch meine Begleiter in den Spielerunden nicht wirklich umgehauen. Tja. Ich sag´s dir ... "
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"Na ja"-Fritte

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