The Cat

Frittenrezensionen Kartenspiele
6

Gute Fritte

MIAU!!!!!

Die klitzekleine kotzende Katze kotzt klitzekleine Klümpchen. So sagt man doch gerne im Volksmund, nicht wahr? Bei The Cat haben wir es aber weder mit kleinen Kätzchen, noch mit klitze kleinen Kotzebrocken zu tun. In The Cat, dem schnellen Sortierkartenspiel von Brad Ross, Don Ullman und Jack Ullman aus dem Hause Amigo Spiele, müssen wir Katzen sortieren. Vielleicht ist auch ein Kater dabei – das kann man nicht so gut erkennen auf den Karten. Ist aber auch Wurst, auf die Optik kommt es an, denn nur gleiche Katzen sollen sortiert werden. Lest weiter, wenn ihr mehr zu dem schnellen Spiel The Cat erfahren wollt.

Katzenvierlinge

Die klitzekleine kotzende Katze kotzt klitzekleine Klümpchen. So sagt man doch gerne im Volksmund, nicht wahr? Bei The Cat haben wir es aber weder mit kleinen Kätzchen, noch mit klitze kleinen Kotzebrocken zu tun. In The Cat, dem schnellen Sortierkartenspiel von Brad Ross, Don Ullman und Jack Ullman aus dem Hause Amigo Spiele, müssen wir Katzen sortieren. Vielleicht ist auch ein Kater dabei – das kann man nicht so gut erkennen auf den Karten. Ist aber auch Wurst, auf die Optik kommt es an, denn nur gleiche Katzen sollen sortiert werden. Lest weiter, wenn ihr mehr zu dem schnellen Spiel The Cat erfahren wollt.

 

 Katze im Dunkeln

Katzen sind ein Phänomen. Analysiert man die Beliebtheit von Katzen anhand von Katzenvideos im Internet, so müsste man denken, unser derzeitiges kulturelles Leben ist eins, was von Katzen bestimmt wird. Katzen haben sich nicht nur den Tisch, die Ablage, das Sofa und die ganze Wohnung des Menschen erobert, nein, ihnen gehören auch Vorgarten, Dach, die Straße, das Viertel. Sogar ins Museum hat es die Katze von heute geschafft. Katzenvideos im Internet weisen oft
millionenfach mehr Clicks auf, als politische Gegebenheiten. Wenn man fragt, ob Person 1 von 100 das Video zur Wahl in den Staaten per Internetvideo verfolgt hat oder dieses oder jenes Katzenvideo kennt, so kann man sicher sein, dass bis zu 80 % eher das Katzenvideo kennen, als irgendeine Wahl. Die Katze in Bild und Ton lenkt vom Trübsal des realen Schlechten ab. Die Katze, die an sich auch böswillig den Becher vom Tisch kippen wird, verkörpert plüschig und böse wie sie ist, ein ganz anderes Gesicht von Welt. Eine Welt, über die man lachen kann, obwohl sie so böse ist.

Ganz so böse geht es in The Cat nicht zu. Eher friedlich. Na ja, fiedlich ist das falsche Wort. Eher geordnet. In The Cat sortieren wir Kartenstapel. Jede*r von uns hat 4 an der Zahl vor sich. Je mit 4 Karten. Alle Stapel liegen noch verdeckt vor einem. In der Mitte liegen 4 Karten offen auf. Auf 1, 2, MIAU geht es für alle los. Alle schnappen sich einen ihrer Kartenstapel und schauen sich ihn an. Man kann ihn weglegen, oder einzelne Karten mit der Mitte tauschen. Man kann auch einen weiteren Stapel, der vor einem liegt nehmen, und diesen anschauen, tauschen, wieder weglegen. Ziel: Alle 4 Stapel vor einem müssen die gleiche Katze zeigen.
Da alle gleichzeitig spielen, findet auf dem Tisch ein wildes und hektisches Rumgetausche und Aufgehebe und Ablegen von Karten statt. Aber das alles geht gesittet zu. Wir sind ja hier nicht bei den Straßenstreunern, die sich wild panken. MIAU!

Sobald jemand meint, alle eigenen Stapel sind mit der selben Katzenfresse versehen, darf STOPP gerufen werden, oder MIAU MIAU, oder FAUCH! Sucht es euch aus. Sollte die Sortierung stimmen, gibt es Punkte und nen Extrapunkt. Bei fehlen: BÖÖÖÖÖB, da geht Mensch leer aus, und die falschen Katzen lachen sich ins Pfötchen.

Wer als erstes 20 Punkte einsackt, darf sich Catman oder Catwoman nennen, oder einfach nur Sieger*in.

Garfields Klone

Ich musste sofort an Garfield denken, als ich die gezeichneten Katzen auf den Karten und dem Cover sah (sehr nett, auf dem Cover ist ein Wackelbild, und die Katze zwinkert uns zu beim Bewegen der Schachtel). Garfield, der faule orangefarbende Lasagnegourmet, der überheblich Odie die Hölle auf Erden bereitete und John stets in unschöne Situationen brachte. Wir alle kennen Garfield, lieben ihn, hassen ihn.

In The Cat haben wir es gleich mit 52 Garfields zu tun, die in 13 unterschiedlichen Posen vom Kartenblatt schaut. Ziemlich gemein ist, dass Garfield mit nur minimalen Veränderungen vom Blättchen schaut. Auf Karte eins lacht er, auf Karte zwei schaut er grimmig, auf Karte drei lacht er wieder, nur schaut hier der Schwanz nach links, und nicht nach rechts, wie gerade. BÖSE!!! In der Eile kann soetwas schon mal übersehen werden. Genau das ist auch gewollt. The Cat ist wie die Natur einer Katze: Böse. (Anmerkung: Sorry, hier schreibt ein jahrelanger/lebenslanger Hundebesitzer.)

The Cat fordert von uns Aufmerksamkeit, Geschwindigkeit und auch etwas Taktik. Sollte man es schaffen in der Hektik nicht nur seine Karten im Blick zu haben, sondern auch darauf zu achten, was die Mitspielenden sammeln, kann man so manchen 4ling der Mitspielenden versauen. „Aha, Spieler links neben mir sammelt also die fette Katze mit den Tränen und dem lachenden Gesicht. Na warte Schwarte, die habe ich auch in Stapel 3, die werfe ich erst zum Schluss ab.“

Ja, sollte man das schaffen derart böse mit seinen Mitspielenden umgehen zu wollen, wird The Cat nicht nur spielerisch, sondern persönlich. Das fordert aber äußerste Konzentration. The Cat ist ein schnelles Spiel, was nicht nur Schnelligkeit in Kartenmanagement abverlangt, sondern auch unsere Auffassungsgabe auf Hochtouren bringt. Wie eine Katze sitzen wir am Tisch und lassen unsere Pranken schnell hin und her schnellen. Hier trifft Thema auf Mechanismus und vereint sich köstlich.

Katzenordnung

Mich hat The Cat sehr an das allseits bekannte Kartenspiel Feuer erinnern. Nur, dass wir hier nicht Karten von Person zu Person weiterreichen, sondern alle spielen gleichzeitig. Auch hat mich das Spiel an das schnelle Kartenspiel Gemscherinnert, was evtl. hier in Deutschland nicht ganz so bekannt ist. In der Schweiz kennt man es wohl eher. Ziel ist auch hier: Sammeln von Kartentypen. In The Cat spielen wir aber allein, nicht in Teams, wie bei Gemsch.

Alles in allem ist The Cat ein Sortierspiel. Katzenordnung herrscht im Stapel. Damit die Ordnung funzt, müssen wir mindestens 16 Karten, die auf 4 Stapel verteilt sind, im Kopf haben. Wenn wir wissen, wo was liegt, dann kann die Sortierung gesitteter und bedachter verlaufen. Kann! In der Realität findet auf dem Tisch aber eher ein Rumgewusel statt, an dem jede Katze ihre helle Freude hätte.

Funfairist faucht heraus

Ich vergebe The Cat eine Gute Fritte. Ich mag das Spiel und spiel es auch gerne mit, wenn es auf den Tisch kommt. Ist für mich ein solides Kartenspiel, was einem Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen, Schnelligkeit und ein genaues Auge abverlangt. Nett. Ein schönes Spiel, was wirklich in Sachen Katzenähnlichkeiten hier und da böse ist. Was haben wir uns schon vertan. Tja, in der Hektik passiert das schon mal. Soll passieren.
Sehr nett finde ich auch die Verpackung, auf der ein „Wackelmotiv“ zu finden ist. Einmal schaut einem die kleine orangene Katze auf dem Cover an, und nach etwas Bewegung zwinkert sie einem zu. Das finde ich sehr drollig. Minimale Veränderung – große Wirkung. Ganz wie im Spiel.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Amigo Spiele, die uns The Cat als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Lecker

  • Alle spielen gleichzeitig
  • In der Hektik übersieht man so manches
  • Schnell gespielt
  • Tolle Verpackung

Pfui

  • Irgendwie spielt jeder für sich
6

Gute Fritte

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