Wat´n Dat …

Frittenrezensionen
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Lasche Fritte

Okay – das ist echt „Kunst“ …

Wie bereits erwähnt: Wat´n Dat ist ein Lege- und Ratespiel vom Nürnberger Spielkartenverlag und eine Herbstneuheit 2017. Der Autor des Spiels ist Claude Weber und das Spiel eignet sich am besten für Gruppen ab 4 Spielern, obwohl man es auch zu 3. spielen kann. Warum das so ist, das werdet ihr sicherlich verstehen, wenn wir uns mal angeschaut haben, worum es hierbei überhaupt geht.

Nicht schön, aber selten.

Wie ihr euch vielleicht nun denken könnt: Bei Wat´n Dat müsst ihr versuchen, gemeinsam mit einem Teampartner einen Begriff von einer Karte mit Hilfe der Holzscheiben und -stäbe darzustellen. Die anderen Spieler haben dann wiederum die Aufgabe, zu erraten, was genau ihr damit darstellen wollt. Wenn ihr euch gut angestellt habt und erraten werden konnte, was euer Kunstwerk darstellt, dann gibt´s Punkte. Andernfalls nicht. Zum Glück gibt es jede Menge Karten, auf denen sich auch jeweils immer ne ganze Menge Worte befinden, die man zur Auswahl hat, wenn es darum geht, das Kunstwerk zu erschaffen. Ihr dürft allerdings nicht einfach so aussuchen, welchen Begriff ihr darstellen wollt – nöööö! Auf der Rückseite der Karten befinden sich Zahlen. Wenn ihr eine Karte vom Stapel zieht, legt ihr damit eine Zahl frei – nämlich die von der Rückseite der nächsten Karte. Und diese Zahl gibt dann an, welches Wort ihr von eurer Karte gemeinsam darstellen müsst.
Dinge, die hin und wieder zur Verwirrungen führen können:
Nur weil ein Team das gleiche Wort geschrieben sieht, bedeutet das nicht, dass auch beide aus dem Team das gleiche Bild von dem haben, was sie gerade gelesen haben. Da sie sich nicht austauschen können – die anderen dürfen schließlich ja nicht mitbekommen, um welchen Begriff es geht – kann das äußerst amüsant werden.Abwechselnd wird immer einer von beiden ein Teil legen – und der andere sollte dann zusehen, dass das, was er anlegt, auch Sinn ergibt und nicht völlig daneben liegt. Nur so kann man nämlich vermeiden, diejenigen, die raten, so sehr zu verwirren, dass sie nichts verstehen. Und man muss ja schon auch so spielen, dass man nicht allzu kryptische Zeichen auf die Tischmitte knallt. Denn jeder möchte ja auch fette Punkte nach Hause tragen.

Morsecode?!

Viel mehr Regeln gibt es auch gar nicht – demnach gibt es an sich nicht großartig mehr von dem Spiel zu erzählen. Wenn ihr euch die Regeln anschauen wollt, so könnt ihr das hier tun.

Wat´n Dat ist auch wieder eines dieser Spiele, das man pauschal nicht bewerten kann, weil hier ein ganz großer Faktor die Spielgruppe ist – zumindest ist es meine Erfahrung aus meinen Spielrunden.

mmmmh….

Die Meinungen gingen hier tatsächlich recht weit auseinander:
Manche fanden Wat´n Dat so langweilig, dass sie die Holzstäbe lieber als Streichhölzer hätten benutzen wollen. Keine Sorge, das habe ich zu unterbinden gewusst.

Dann gab es die anderen, die durchaus ihren Spaß bei dem Spiel hatten.

In diesen Spielrunden war auch der Gast „Lachen“ dabei, der am Spieltisch für Gegacker gesorgt hat.

Was ich jedoch leider sagen muss: Euphorische Wat´n Dat-Fans habe ich leider nicht finden können. Und irgendwie gehöre ich auch nicht in diese Riege.
Ja, ich hab auch gelacht bei dem Spiel – meistens über die Unfähigkeit meiner Mitspieler. Oder meine eigene. ?
Aber Euphorie würde ich das leider nicht nennen. Das Spiel ist schnell gespielt und erfordert auch keine Vorkenntnisse, nein, noch nichtmal viel Vorbereitung oder irgendwelche taktischen Planungen.
Das spielt man einfach so. Irgendwie … ist es dann doch kein Superstar geworden.
Obwohl auch hier die Faustregel gilt: Als Trinkspiel ist Wat´n Dat ebenfalls geeignet. Dabei habt ihr die Möglichkeit Hausregeln (also eure eigenen Regeln) zu erfinden und sie in beliebiger Kombination miteinander zu verbinden. (Bitte immer in Maßen trinken und verantwortungsvoll genießen.)

Lecker

  • Man kann mit wenig Material ne Menge anstellen

Pfui

  • Hardcore-Fans des Spiels konnte ich nicht finden
  • Das i-Tüpfelchen fehlt

Fazit

Kaddy steckt sich ein Holzstöckchen in die Nase.

Mh joa. Das Spiel beweist, dass man auch mit wenig Spielmaterial ganz schön viel machen könnte (und ich meine jetzt nicht die Nutzung des Spielmaterials als Streichholz! ). In dem Fall sind es ja wirklich unzählige Worte, die man mit den paar Holzssachen erschaffen kann. Allerdings fehlt da irgendwie das i-Tüpfelchen. Irgendwie … Ja, ich weiß auch nicht. Hat mir das Spiel nicht so besonders viel Spaß gebracht, weil … ich weiß nicht?! Ist es zu einfach? Ist es vielleicht einfach doch in seinen Grundzügen langweilig? Wahrscheinlich ist es bei mir eine Mischung aus vielen Dingen. Ich will gar nicht behaupten, dass das Spiel völlig spaßlos daher kommt – gelacht haben wir ja auch in unseren Partien. Nichtsdestotrotz: Wat´n Dat hat mich leider nicht umgehauen. Es gibt von mir daher ein Lasches Frittchen – mit nem Plus für die lustigen Momente, die wir hatten. Für mehr reicht´s leider nicht. Auch, wenn ich es mir gewünscht hätte. Wir danken dem NSV an dieser Stelle herzlich dafür, dass uns Wat´n Dat als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.
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Lasche Fritte

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