Zug um Zug – Im Herzen Afrikas

Brettspiele Frittenrezensionen
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Knusperfritte

Herzeleid?

Einen habe ich noch, einen habe ich noch … Aus der Reihe Map Collection gibt es jetzt eine weitere dritte Ausgabe, dieses Mal gibt es einen Streifzug durch Afrika. Alan R. Moon hat eine weitere Karte veröffentlicht, selbstverständlich bei Days of Wonder erschienen. Aber ob diese Karte etwas taugt, nun, wir werden sehen.

Sind wir Forscher, Missionare und Abenteurer?

Unsere Zug um Zug Reihe wächst und wächst. Hier ein weiterer Beitrag unserer Zug um Zug Texte. Viel Spaß beim Lesen und entdecken.

„Wagen Sie sich ins Herz Afrikas und bauen Sie Eisenbahnstrecken durch einige der abgelegensten Gegenden des Kontinents. Werden Sie das Gelände besser kennen lernen und mit Ihrem Wissen über die Landschaft möglicherweise wertvollere Strecken bauen? Oder sausen Sie lieber quer über den Kontinent, um die Partie schnell zu beenden?“

Man sagt ja: Aller guten Dinge sind drei. Nun, ob das auch bei der Map Collection 3 aus der Zug um Zug Reihe auch so ist, ich weiß ja nicht … Aber, gehen wir die Sache mal Schritt für Schritt an. Was haben wir denn in der Box und wo sind die Unterschiede

Reingeschaut ins Kartönchen

Nun, neben 48 Zielkarten, einem Spielbrett sind noch 45 neue Landschaftskarten drin. Das war es auch schon. Kein doppelt bedruckter Spielplan, keine weiteren Doodies. Okay, dafür gibt es neue Karten. Was die aber bedeuten, kommt gleich.

Der Spielplan ist echt schön gestaltet, und die Länder (im oberen Bereich des Plans) schauen echt toll aus. Auch die Karten sind echt liebevoll gemacht und sehen echt super aus. Gerne hätte ich zu jedem Zug um Zug Spiel passende Zugkarten noch dazu …

Es fällt auf, dass um Afrika herum viele Doppelstrecken führen, durch das Land aber eher Einzelstrecken zu sehen sind. Ui ui ui, wenn man sich da nicht in die Quere kommt. Und dem ist genau so. Es wird sogar in der Spielregel darauf hingewiesen, dass es, obwohl das Spiel von 2-5 Spieler ist, am besten in einer 2-4 Personen Zusammensetzung geht. HÄ? Was soll das denn? Wenn ich doch ein Spiel für 2-5 Spieler mache, dann soll es doch auch so funktionieren, oder sehe ich das falsch? Okay, es funktioniert auch zu fünft. Aber man kommt sich wirklich sehr in die Quere. Schon ein Spiel zu viert macht aus Afrika ein IKEA am verkaufsoffenen Sonntag. VOLL!

Da will gutes Planen vorne liegen, oder dem Druck nachgeben und schnell „hinterher bauen“. Bei den Partien, die wir bislang gespielt haben, war das oft der Fall, dass man schnell sich bestimmte Strecken sicherte, um nicht in Gänze unterzugehen. Das hat bei uns hier und da echt Stress ausgelöst, und man sah von seiner Strategie, erst mal Karten ziehen, schnell ab.

Was Neues: Landschaftskarten

Dem Spiel liegen 45 Landschaftskarten bei, jeweils 15 einer Kategorie (Wüsten- und Savannenkarten, dann Dschungel- und Waldkarten, sowie Gebirgs- und Felskarten). Sie geben zusammen die 9 Farben des Spiels wider. Diese Landschaftskarten erweitern den Zugstapel (Wagonkarten), und dem Spieler ist es überlassen, während seines Karten-ziehen-Zuges auch Karten vom Landschaftskartenstapel zu nehmen (ausliegende oder auch verdeckte). Die Landschaftskarten werden im Gegensatz zu den Wagonkarten offen vor die Spieler ausgelegt, so dass alle einsehen können, wie viele man von welcher Art auch hat. Das ist auch wichtig, denn nur so ist es möglich, diese einzusetzen. Wer Landschaftskarten einsetzen will, kann bei einer Streckennutzung die Punkte verdoppeln. Allerdings ist das nur möglich, wenn in der genutzten Streckenfarbe bei allen Spielern dieselbe Anzahl an Karten ausliegt – ggf. kann man mit Jokerkarten ausgleichen. Die Anzahl der Landschaftskarten hat Auswirkungen auf die Streckenlänge; eine 1, 2 oder 3er Strecke benötigt nur eine Landschaftskarte in der entsprechend genutzten Farbe. Eine 4, 5 oder 6er Strecke benötigt dagegen schon 2 Landschaftskarten. Durch geschicktes Einsetzen der Landschaftskarten kann man schnell zu viel mehr Punkten kommen, als sonst.

Und? Wie fällt die Punkteverdopplung aus?

Ganz ehrlich? Echt mager. In unseren Spielen mit dem Plan Im Herzen Afrikas haben wir die Landschaftskarten nur wenige Male genutzt. Wir haben oft den Sinn nicht gesehen, für andere „mitzubauen“. Ich hatte oft gar nicht die Motivation Landschaftskarten zu ziehen, dadurch hatten meine Gegenüber dies auch nicht. Ich war ganz zufrieden mit meinen Karten und Aufträgen – da brauchte ich nichts zu verdoppeln. Dem war es auch bei meinen Mitspielern so. Bei einem anderen Spiel haben wir ganz gezielt uns vorher drauf geeinigt, oft die Landschaftskarten zu nutzen – auch hier war das Ergebnis ernüchternd. Es war wie ein reguläres Spiel, nur mit mehr Punkten. Hmmm, machen wir da etwas nicht richtig?

Nein, alles richtig gespielt. Man bekam irgendwie das Gefühl nicht los, dass diese Variante etwas versuchte, was sie nicht einhalten konnte, oder: Man hatte das Gefühl, dass sich die Regeln besser lasen, als es im Spielgeschehen nach zu erleben war. Schade.

Lecker

  • Man kommt sich schön in die Quere
  • Die Karte sieht super schön aus

Pfui

  • Die Landschaftskarten sind für´n Arsch, ich find die langweilig

Fazit

Funfairist kritisiert

Schade, schade, schade. Ich finde die Landschaftskarten echt für´n Arsch, brauche ich nicht. Und Spaß sowie weitere Taktik kam da mal gar nicht auf. Dafür ist die Karte echt schön, und ich mag es, dass man sich in die Wege und Quere kommt. Darum würde ich der Karte eine Superfritte geben, den Landschaftskarten gebe ich ne lasche, wenn nicht sogar eine kalte Fritte. Tja, schade, aber hier habe ich das Gefühl: Dieser Drops ist schon echt ausgelutscht!
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