Diese Karten bringen dich auf neue Ideen

Pfurz im Hirn.

Kennt ihr das? Ihr habt eine gute, kreative Idee, setzt euch hin, schreibt eure Gedanken auf und dann … irgendwann … nix. Leere. Ende. Irgendwo geht es irgendwie nicht weiter und warum das so ist … Tja, das weiß man irgendwie meistens nicht wirklich.

Dann einfach sitzen zu bleiben fühlt sich ein bisschen so an, wie bei Skyrim, wenn man gegen eine Mauer läuft. Oder irgendwo langgehen möchte, wo man nicht langgehen kann. Also so in etwa:

Jetzt möchte ich aber, bevor ich weiter erzähle, eine kleine Warnung aussprechen.

“Diese Karten bringen dich auf neue Ideen” hier ist kein richtiges Spiel! Und irgendwie wäre das auch ein merkwürdiger, sehr langer Titel … 😉 Das Ganze ist vielmehr eine spielerische Möglichkeit, um mit solchen Situationen, wie oben beschrieben, umzugehen. Kreative problemlösungsortientierte Karten. In PINK. In so einem PINK, dass die Augen fast weh tun. Geil. Genau meine Farbe. Danke an Hutter Trade, die uns die Karten für einen Bericht zur Verfügung gestellt haben.

Was machen diese Karten denn, um mich auf neue Ideen zu bringen?

Auf den Karten gibt es immer eine fette Überschrift auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine detaillierte Möglichkeit zur Problemlösung in Bezug auf kreative Knoten in kreativen Köpfen. Diese Karten kann man alleine nutzen, aber auch in der Gruppe, wenn man auf der Suche nach neuen Lösungs- und Denkansätzen ist.

Und wieso “spielerisch”? Nunja, man kann selbst überlegen, wie man diese Karten nutzen möchte. Man kann durchschauen und die wählen, die gerade gut passen könnte. Man kann aber auch zum Beispiel einfach irgendeine Karte ziehen und versuchen, aufgrund der Infos auf der Karte neu an das Problem heranzugehen. Das fühlt sich in manchen Fällen wie eine “Challenge” an, wie eine Herausforderung, die man erfüllen möchte. Dabei kann es sogar passieren, dass die eigentliche Intention, die es anfangs vielleicht mal gab, nun gar nicht mehr in dieser Art existiert, weil sie sich verändert oder weiterentwickelt hat.

Wenn man eine andere Idee hat, wie diese Karten genutzt werden können, dann kann man sie natürlich auch auf diese Art benutzen.

Bringt das was?

Ganz klar: Mir ja.

Manchmal passt nicht alles, was man als Karte zieht, auch zu dem Problem, das man gerade lösen möchte, aber jede Karte bringt zumindest einen Mikrofitzel an neuen Ideen mit, die dann im Endeffekt dazu führen können, dass der Knoten platzt.

Sicherlich sieht man vielleicht auch anfangs mal manche Karten und denkt sich: “Na … das ist doch klar, aber dafür brauch ich doch keine Karte!” Aber wenn man dann mal auf der Suche nach Kreativität ist, dann kann das Auftauchen einer Karte, die zu dir sagt: “Keep it simple!” Wunder bewirken. Gerade bei mir ist die Karte übrigens ganz oft gut aufgehoben, weil ich manchmal schon einen Schritt weiter bin, als ich eigentlich sein kann. Dadurch wird´s dann kompliziert – obwohl es das gar nicht sein muss! Ich kann es auch einfach einfach halten. Und durch diese Karten kann ich mich selbst daran erinnern. Oder aber sie zeigen mir eine Herangehensweise, an die ich noch nicht gar nicht gedacht habe, oder sogar eine, die ich noch gar nicht kenne.

Natürlich kann ich hierfür keine Frittennote vergeben – es gibt nichts Vergleichbares und eigentlich ist es auch gar kein Spiel. Viel mehr gehen wir hiermit in Richtung der Gamification:

1. Begriff: Gamification (von engl. “game”: “Spiel”) ist die Übertragung von spieltypischen Elementen und Vorgängen in spielfremde Zusammenhänge. Alternative Begriffe im deutschsprachigen Raum sind “Gamifizierung” und “Spielifizierung”.

2. Ziele und Merkmale: Ziele von Gamification sind Motivationssteigerung und Verhaltensänderung bei Anwenderinnen und Anwendern. Zu den spieltypischen Elementen gehören Beschreibungen (Ziele, Beteiligte, Regeln, Möglichkeiten), Punkte, Preise und Vergleiche. Zu den spieltypischen Vorgängen zählt die Bewältigung von Aufgaben durch individuelle oder kollaborative Leistungen. ((c) https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gamification-53874)

Sobald “Spiel” im Spiel ist, fühlen sich Sachen plötzlich gar nicht mehr so schlimm an. Lernen? Verspielt nicht nur einfacher, sondern auch cooler. Probleme lösen? Ja, anstrengend, aber verspielt plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Fehler machen? Kein Problem – noch ne Runde von vorn und es im zweiten Versuch besser machen. Dieses Thema an dieser Stelle weiter im Detail zu beleuchten, würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen …

Kaddy spielt mit pink.

Ich mag, wie die Karten für neuen Wind in meinem Kopf sorgen, wenn ich mal feststecke oder mir der zündende Funken fehlt. Die Tipps, die auf den Karten stehen, ermutigen mich, meine Gedanken von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und haben schon häufiger die Maschine wieder ans Laufen gebracht. Ich hab sogar angefangen, die Ideen um eigene Ideen zu erweitern, die mir durch die Karten gekommen sind. 

Ganz klar: Auch hier sind Karten bei, mit denen ich nichts anfangen kann. Oder besser: Bisher konnte. Ich glaube, pauschal hier Ansätze abzulehnen, ist falsch. Denn manchmal braucht´s einfach nur das passende Problem, damit die Lösung stimmt … 😉

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