Imaginarium

Brettspiele Frittenrezensionen
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Gute Fritte

ACHTUNG: Eine Durchsage!

Bei Imaginarium betreten wir die Traumfabrik direkt durch den Haupteingang – hinter diesen Türen, in diesen Hallen werden die Essenzen der Träume hergestellt! In der Halle finden wir daher ein Förderband, das defekte Maschinen transportiert, um sie an einen Platz zu bringen, an dem sie wieder repariert werden. Wir werden uns daran beteiligen, diese Maschinen wieder ans Laufen zu bringen. Denn mit ihnen können wir nicht nur wichtige Ressourcen wie Kohlium, Holz, Kupfer und Kristalle produzieren, sondern auch noch Spezialprojekte abschließen, die Punkte bringen. Das machen wir nicht unbedingt alleine – auch einige Assistenten warten im Konferenzraum darauf, von uns angeheuert zu werden. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.

Rangezoomt

Wir finden bei Imaginarium aber noch einige Dinge, die besonders sind. Jeder von uns hat zum Beispiel einen Sichtschutz und eine Spielfigur, die so aussieht, wie die Person auf dem Sichtschutz. Das finde ich schonmal ganz grandios. Auch hervorzuheben ist meiner Meinung nach das Design des Spiels – wir stecken wirklich mitten in der Produktionshalle im Steampunk-Stil. Das sieht klasse aus und zieht sich durch´s ganze Spiel. Dann hat jeder Spieler noch ein Tableau. Darauf finden sich alle möglichen Aktionen. Allerdings finden wir dort auch 2 Zeiger – und sie bestimmen, welche Kombinationen überhaupt gemacht werden dürfen. Wenn man an der Reihe ist, kann man bis zu 2 Aktionen ausführen, nachdem man intakte Maschinen genutzt hat (wenn möglich und gewünscht, so kommen wir unter anderem an Ressourcen und Siegpunkte.) und reservierte Maschinen gekauft hat.

 

Durch Bewegen des Zeigers stellen wir die beiden benachbarten Aktionen ein, die wir durchführen können. So gern wir auch wollten: die gleichen Aktionen dürfen nie in 2 aufeinander folgenden Runden genutzt werden. Schade – das würde einiges um einiges leichter machen. 😉 Bevor wir jedoch an die Aktionen gehen, müssen wir erst einmal planen. Das bedeutet, dass wir unsere Spielfigur entweder an eine Maschine auf dem Förderband stellen oder an eine der Kohliumpressen. Die Maschine ist für uns dann reserviert und das Kohlium, das wir pressen, wandert direkt in unsere Tasche.

Was für Aktionen denn?

Wir können zum Beispiel kaputte Maschinen reparieren. Dazu benötigen wir Ressourcen und einen Platz in unserer Werkstatt. Sobald sie läuft, kann der Effekt der Maschine angewandt werden.

Alternativ können wir demontieren – dazu geben wir Maschinen aus unserem Besitz ab und bekommen dafür Ressourcen. Wir sollten aber gut überlegen, ob wir eine defekte oder eine funktionierende Maschine demontieren. Natürlich sind laufende Maschinen lukrativer als diejenigen, die nicht anspringen wollen …

Umorganisieren: Maschinen sind miteinander kombinierbar, erkennbar an der Zahlen-/Buchstabenangabe auf den Maschinen. So gibt es unterschiedliche Maschinen, die wir miteinander kombinieren können, um so noch mehr von ihnen zu profitieren. Der Ablehneur kann zum Beispiel mit der Schlossette und dem Patenteur kombiniert werden. (das bringt euch jetzt gar nichts, wenn ihr das lest. Ich weiß. Aber auch die Namensfindung der Maschinen finde ich sehr liebevoll.)

Natürlich kann auch gehandelt werden. Entweder wir tauschen mit dieser Aktion hier Rohstoffe gegen Rohstoffe oder Kohlium gegen Siegpunkte. Und wenn Kohlium nicht ausreichend vorhanden ist, dann bauen wir es eben ab! Ist auch eine der Aktionsmöglichkeiten.

Ja … und zu guter Letzt haben wir noch die Möglichkeiten, Assistenten aus dem Kaffeeraum anzuwerben. Die bringen individuelle Vorteile mit sich, die dem “Chef” bei der Erledigung der Aufgaben, die es im Spiel so gibt, helfen.

Ran an die Arbeit!

Ja, und so spielen wir immer im Kreis, führen unsere Aktionen durch, lassen unseren Arbeit ans Fließband laufen und basteln fleißig mit der Hilfe unserer Assistenten an den Maschinen.

Wenn man Imaginarium das erste Mal gespielt hat und weiß, worum es sich dabei dreht, dann ist die 2. Partie auch direkt schon wieder vorbereitet und gespielt. Wenn man einen Überblick darüber hat, welche Maschinen es gibt, wie man welche miteinander kombinieren kann und welche Aktionen für einen selbst am lukrativsten sind, dann kann man ganz tief in die Fabrikhalle abtauchen und produzieren und basteln.

Urlaubszeit

Wenn mal nicht so viele in der Halle sind (damit ist das Zwei-Personen-Spiel gemeint ;-)), dann bekommt jeder Spieler auch noch einen Saboteur, der dazu genutzt wird, jeweils eine Aktion zu blockieren. Das heißt, er stellt sich an eine Maschine des Förderbands, die dann von niemandem genutzt werden kann und außerdem danach auch noch auf den Zermalmer gelegt wird. Ein Saboteur kann aber auch eine der Kohliumpressen in der Halle blockieren, sodass eine weniger zur Verfügung steht.

Lecker

  • Toller Mechanismus mit den Aktionszeigern.
  • Was ein Artwork!
  • Das Thema ist toll umgesetzt.

Pfui

  • Es ist schon ein altbekannter Workerplacement-Mechanismus in besonderem Gewand. Ist das Hui oder Pfui? Mh.

Fazit

Kaddy schmeißt ihre Maschinen an.

  "Imaginarium sieht super aus. Das Design find ich klasse und von den Figuren müssen wir gar nicht erst sprechen. Die Auswahl der Aktionen ist echt nicht ohne, weil die Zeiger nun mal vorgeben, welche Kombination funkioniert und welche es nicht tun. Alles in allem ist es irgendwie dann doch ein Worker Placement, nur, dass uns die Aktionen seeehr eingeschränkt durch die Zeiger vorgegeben werden. Nichtsdestotrotz macht Imaginarium echt Spaß und ist ne ziemliche Augenweide. Das kann man durchaus immer mal wieder auf den Tisch bringen. Denn die Regeln sind - wenn man sie einmal intus hat - schnell erklärt, die Symboliken sind eingänglich und ich weiß intuitiv, was ich womit tun muss. Das gefällt mir gut! "
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