Robin von Locksley

Brettspiele Frittenrezensionen
7

Superfritte

Beute, Beute, Beute

Wir laufen bei Robin von Locksley im Kreis, denn bei diesem Wettrennen wollen wir als erste*r zweimal um unsere Plättchenauslage rennen. Wer dies schafft, gewinnt den Wettlauf. Zwar gewinnt man auch, wenn man einmal den Gegnerbarden umrundet, aber das habe ich noch nie geschafft. Jeder Schritt stellt uns vor eine Aufgabenbewältigung. Mal müssen wir eine bestimmte Menge Gold haben, mal bestimmte Beute verkaufen und so weiter. Das 2 Personenwettrennen von Uwe Rosenberg beginnt. Das Spiel ist beim Wyrmgold erschienen und ich erzähle euch gerne, wie es mir gefällt.

Geschichte? Geh mir weg!

Oh bitte bitte bitte, darf ich mit der Schimpferei anfangen? Oh bitte. Ich verspreche, nach hinten hin wird es immer besser und schimpfen werde ich nicht. Ich verspreche es. Okay? Darf ich? Super. Dann mal ran ans Schimpfen. Nämlich die Geschichte und die Narration.

Alter, was ein Kack! Ich weiß, das ist nicht sonderlich konstruktiv, was ich hier schreibe, aber was bringt dieses Thema und die Geschichte? Alter! Gar nichts. Robin Hood? Robin von Lockley? Unser bekannte Walddieb, der die Reichen beklaut und an die Armen verteilt. Nix mit Armut hier. Wir gehen zwar auf Beutejagd, aber alles wird selber in PinkePinke umgetauscht und dafür gesorgt, dass der eigene Barde seine Runde macht. Nein, von Robin Hood merke ich echt gar gar gar nichts im Spiel.

Aber ist das Schlimm? Nein, überhaupt nicht, denn ich will Robin von Locksley nicht wegen der Thematik spielen, sondern wegen des Mechanismus. Und der gefällt mir richtig gut.

Kreislauf des Ruhms

Robin von Locksley ist ein Tauschgeschäft. Wir erbeuten Beute, tauschen, geben Gold aus, gehen wieder auf Beutezug und so weiter. Und das nur, dass unser Barde vorwärts kommt. Um die Plättchen herum liegen unsere Ruhmesaufgaben aus, die wir bewältigen müssen. Es gibt leichtere und schwierigere Aufgaben. Das Mischen und die zufällige Auslage macht jedes Spiel anders. Um die Beuteplättchen herum legen wir die Aufgaben und in einer Runde gilt es 25 Aufgaben zu bewältigen. Meint man eine Aufgabe nicht schaffen zu können, bezahlt man ein Gold und geht die nächste an. Mehrere und unterschiedliche Strategien führen zum Ziel: Beute zielgenau zu sammeln, oder ganz viel Geld zu scheffeln, um den Barden nach vorne zu befördern? Kommt immer drauf an.

Robin von Locksely ist ein planerisches Spiel. Man sollte gut im Plan haben, wie man vorgehen will. Welche Beute sammeln, die einem jetzt noch nicht lukrativ erscheinen, wohl aber in 5 oder 6 Zügen. Auch dabei immer schauen, welche Strategie verfolgt der Gegner? Kann ich etwas klauen, ihn abhängen, Steine in den Weg legen? Robin von Lockley kann an mancher Stelle zum Grübeln einladen. Jeder Zug will überlegt und durchdacht sein. Manchmal hat man einfach Glück. Weil die Beute und die Ruhmplättchen super für einem selbst liegen, und manches Mal liegt alles so beknackt aus, das es zum Haare raufen ist.

Das Hin und Her des Pferdes

Wir bewegen unsere Robins, die in diesem Spiel als Pferde dargestellt werden, wie Pferde im Schach. Dabei sammeln wir Beute ein, die wir anhäufen oder veräußern. Leider kommt es so manches mal vor, dass man mit dem eigenen Pferd hin und wieder her springen kann, und dabei immer wieder die gleichen Beuteplättchen einsammelt. Das ist unschön und bringt dem Sammler einen enormen Vorteil. Je mehr Beute wir von einer Sorte haben, desto größer ist die Veräußerung, desto weiter kann man den eigenen Barden für die Bewegung bezahlen. Besonders gen Ende hin ist das sehr ätzend, wenn der Gegner an einem vorbei zischt, und sich den Weg „erkauft“ hat. Das ist leider ein zufälliger Schwachpunkt, der im Spiel vorkommen kann.

Aber ansonsten macht es einfach Freude die Pferdefigur zu bewegen, Aufgaben der Ruhmplättchen zu erledigen und planerisch den Weg abzulaufen.

Auch wenn eine Siegbedingung ist den Gegnerbarden zu überrunden, so ist mir das noch nie passiert. Wie soll das bitte gehen? Hier hätte ich gerne mal einen Erfahrungsbericht. Ich habe das noch nie geschafft.

Ansonsten kann ich dem Spiel mittlerweile sehr viel Freude abgewinnen. Von Spiel zu Spiel wurde es immer und immer besser.

Gefallen erspielt

Meine erste Partie war okay. Die zweite war auch okay. Die dritte Partie war toll. Die vierte machte noch mehr Spaß und so ging es immer weiter. Von Partie zu Partie hat mir Robin von Locksley immer mehr Freude bereitet und mittlerweile spiele ich das Spiel echt sehr sehr gerne. Ein ganz tolles Wettrennen und Tauschspiel, was mir erst durch immer und immer wieder spielen meine Spielfreude gebracht hat. Robin von Locksley ist ein Spiel, was erst durch immer und immer wieder spielen, so zumindest bei mir, immer mehr offenbart hat. Manch Spiele nutzen sich nach erneutem spielen und spielen ab. So nicht dieses Spiel. Mir macht es immer mehr Freude und ich mag es sehr. Ein ganz tolles 2 Personen Spiel, was ich sehr gerne spiele.

Lecker

  • Ich habe mir das Spiel richtig gut gespielt. Toller Mechanismus, der mit einem Wettrennen vermengt ist. Zudem noch Ressourcen tauschen. Gefällt mir.

Pfui

  • Die Geschichte ist mal totaler Blödsinn. Das hätte auch ein ganz anderes Setting haben können.

Fazit

Funfairist hat im Beutetäschchen versteckt

Eine Superfritte. Echt. Ich mag das Spiel richtig richtig gerne und kann diesem 2 Personen Spiel mittlerweile sehr viel abgewinnen. Kurzer Zeitvertreib, vielseitiger Aufbau und einfach spannend. Ich mag es sehr. Herzlichen Dank an Wyrmgold, die uns dieses Spiel für eine Rezension gestellt haben.
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