Combo Color

Brettspiele Frittenrezensionen
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Lasche Fritte

COMBO COLOR HAT 6,5 PUNKTE BEI BGG???

Ja, genau so fange ich diesen Artikel an.
So und nicht anders. Er ist auf eine Schnapszahl terminiert, weil ich glaube: Das kann ich ohne viel Alkohol nich gut finden.

Dieser Artikel erscheint also am 09.09.

Normalerweise behalte ich ja in meinen Berichten meine Meinung bis zum Ende noch verschleiert, damit ihr auch wirklich bis ganz unten scrollt, aber heute nicht. Nein, heute ist alles anders, denn auch Combo Color ist anders, als alles andere, was ich je “gespielt” habe.

Für mich ganz persönlich und auch für meine Mitspieler war Combo Color Zeitverschwendung. Egal, ob in Neo Tokio, in Donutland oder auf Safari. Was für ein Spiel soll das sein!?

Worum geht es?

Jeder kriegt einen Stift und malt auf einem Spielbogen ein Feld an. Das muss entweder ein Startfeld sein oder angrenzend an ein schon angemaltes Feld liegen. Das geht reihum, bis alle Felder auf dem Bogen vollgemalt sind. Dann ist Ende und es folgt eine Wertung. Die ist in jedem Level ein bisschen anders. Mal müssen wir Donuts sammeln, mal Gebäude verbinden und mal die Mehrheit in gewissen Dingen haben, um Punkte zu bekommen. Ziel ist es, die meisten Punkte zu haben.

Das war alles.

Ja, ernsthaft! Das ist wirklich das ganze Spiel und ich komm da echt nicht drauf klar. Ich hab es mit 2 Spielern gespielt. Das ging GAR NICHT!! Das war so sterbenslangweilig und überhaupt kein Spielen. Das war noch nichtmal kompetitives Malen nach Zahlen. Das war nix!

Okay.

Aber lt. BGG ist die beste Spielerzahl 3 und das Ding hat 6,5 Punkte.
Ich hab es bestimmt falsch gespielt. Regeln nochmal lesen. Nee, alles richtig.
Also hab ich es mit 3 Personen ausprobiert.

VIEL besser!

Nicht.

Das war noch langweiliger zu dritt, weil ich noch länger warten musste, bis ich endlich mal wieder an der Reihe war, um ein GANZES Feld bunt anmalen zu dürfen.

Sorry. Aber: Nein.

Einfach nein.

Und ich will das jetzt zu viert auch einfach nicht mehr ausprobieren. *stampft mit dem Fuß auf dem Boden auf*

Ich hab jetzt unterschiedlichste Level mit 2 und 3 Personen gespielt und jetzt will ich nicht mehr. Das Ding kommt wech, hoffentlich in Hände, die damit glücklicher sind, als ich. Denn ich bin nicht glücklich damit. Gar nicht.

Schade.

Ja, total. Denn ich hatte große Hoffnungen. Looney Quest stammt ja aus dem gleichen Hause wie Combo Color (Korrektur: Stimmt nicht. Nur der Autor. Das eine ist Libellud, das andere Happy Baobab. Danke an Asmodee für den Hinweis! – also sagen wir besser: “Aus der gleichen Feder”) und das finde ich echt witzig. Ich hatte die Hoffnung, dass es sich bei diesem Spiel hier ähnlich verhält. Aber dem war nun wirklich nicht so.

Aber, eine Sache sei noch angemerkt: Ich finde das Artwork wirklich toll! Da hat sich jemand Mühe gegeben. Auch, dass es unterschiedliche “Welten” gibt, die man spielen kann und in denen es dann wiederum unterschiedliche “Schwierigkeitsgrade” gibt, finde ich gut. Ich will das Spiel halt nur nie mehr spielen. Da bringt´s auch nix, wenn es schön aussieht.

Tut mir leid.

Kleiner Tipp:

Die Stifte sollte man übrigens nicht unbedingt auf einem weißen Tisch verwenden. Wie ihr vielleicht bei uns auf dem instagram vor einiger Zeit gesehen habt, hatte Funfairist noch mit hartnäckigen, gelblichen Flecken zu kämpfen. ;-D

Wenn ihr malen wollt, holt euch das Cthulhu Malbuch. Das macht wenigstens Spaß.

Lecker

  • Ich hab gehört, dass Kinder das gut finden.
  • Danke an Asmodee, die uns das Spiel gestellt haben.
  • Die Hülle ist schön: Eine schöne, ansprechende Schachtel und tolles Artwork.

Pfui

  • Nicht mit 2 Spielern.
  • Nicht mit 3 Spielern.
  • langweilig.
  • "Spielen" ist für mich wirklich was anderes.
  • ... aber es kommt halt eben DOCH auf die inneren Werte an.

Fazit

Kaddy schnüffelt am Stift

  "Ich kann gar nicht mehr Worte verlieren, als die, die ich verloren habe. Die wenigen Punkte, die das Spiel bekommt, bekommt es wegen des Artworks und der Themenwelten, die offenbar mit Herzblut erschaffen wurden.

Stellt euch vor, ich würde kopfschüttelnd den Raum verlassen, in dem wir uns gemeinsam befinden.

So beende ich diesen Text.

Adieu.

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