Detective

Brettspiele Frittenrezensionen
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Turbofritte

Hey, Sie da, bleiben Sie stehen!

Wer von uns möchte nicht gerne Detektiv sein? Na? Ist das nicht so ein Grundbedürfnis, das in uns allen schlummert? Wissen, was abgeht und was passiert ist? Unsere neugierige Nase in alle möglichen Sachen stecken, die uns eigentlich nichts angehen? Naaaja… als Detektiv darf man das ja alles. Von daher ist bei Detective der Name auch Programm.

Wie es mir gefallen hat? Naja, das will ich euch heute verraten. Also: Los gehts, würde ich sagen!

Detective – ein Name für ein Spiel oder auch eine Berufung

Das Ding mit den EXIT-Spielen hab ich ja schon erwähnt … also, dass ich jegliche Art von Escape-Räumen und Detektiv-Spielen wirklich gern spiele. Kein Wunder also, dass ich mich wahnsinnig auf Detective gefreut habe, auch, wenn ich ganz bewusst keine Meinungen vorher auf mich hineinprasseln lassen wollte. Ich wollt unbefleckt in das Spielerlebnis hineintreten und Detective kennenlernen. Ich nehme an, dass das bei euch anders ist … oder ihr Detective schon gespielt habt … denn sonst wäre es unsinnig, den nun folgenden Text zu lesen. Darin werde ich nämlich von meinen persönlichen Spielerfahrungen berichten. Und, keine Sorge, ich werde nicht spoilern, daher also auch keine inhaltlichen Dinge verraten, die mir im Laufe des Spiels so begegnet sind. Auch, wenn es mir schwer fällt, denn ich würde mich so gerne über das, was dort passiert, austauschen … *grrr* 😉

Worum gehts denn und was sollte man beachten?

Also… wir alle schlüpfen in die Rollen von Detektiven, die die Aufgabe bekommen, einen … nein, fünf … Fälle zu lösen. Da ist nämlich was ziemlich Fieses passiert und das muss aufgeklärt werden … das ist sicherlich nicht mal so eben erledigt, sondern erfordert einiges an Recherche und ein ausgeprägtes Spürnasengen.

Die fünf Fälle hängen inhaltlich alle zusammen und sollten meiner Meinung nach daher auch unbedingt mit der gleichen Gruppe durchgespielt werden. Menschen, die im dritten Fall neu einsteigen, kennen einige Informationen aus den vorherigen Fällen nicht, die ihnen dann wiederum im weiteren Verlauf des Spiels fehlen. Das ist natürlich mies. Und da es jede, jede Menge Informationen gibt, die man sich bei Detective merken sollte, um nicht den Faden zu verlieren, ist das schon relevant, um, den Fall zu lösen.

Wir haben die Fälle komplett zu zweit gespielt und das hat für mich sehr gut funktioniert. Allerdings ist es nicht wirklich wie spielen … es ist … wie Detektiv sein. Wir saßen immer mit unseren Laptops am Tisch, haben Pulp Fiction Musik angemacht und dann gings los. Anfangs habe ich noch handschriftliche Notizen in Form einer Mindmap auf einem DIN A 4 Blatt gemacht (hahaha. DIN A4. hahaha.) und bald entschieden, dass das sinnfrei ist. Daher habe ich einen 1,20 m großen Karton organisiert und das ganze darauf übertragen. Viel besser, denn da konnte man auch was lesen. 😉

Wir haben es übrigens so gemacht, dass wir in OneNote ein extra Notizbuch für das Spiel angelegt haben und darin alle Notizen gesammelt haben, die sich praktischerweise dann auch direkt synchronisiert haben.

So sitzt man also am Tisch, startet in den Fall, wählt Detektive, die man selbst spielt, und bekommt noch weitere Berater an die Seite gestellt, die einen unterstützen. Diese Unterstützung geschieht in Form von verschiedenen Plättchen, die wir im Verlauf des Spiels sicherlich noch gut gebrauchen können … Dann startet es mit der ersten Karte des Falls und es geht los. Man wird – abhängig von den Entscheidungen, die man trifft – in verschiedene Situationen gesteckt, die wiederum entscheiden, welche Informationen man überhaupt erhält. Und hat man die vorher angegebene Anzahl an Arbeitstagen und Überstunden erledigt, geht es los mit den ersten Proben: Dann wird es an der Zeit, Fragen zu beantworten. Hat man gut die Infos gesammelt, die einem das Spiel so gegeben hat, wird man in der Lage sein, die (meisten) Fragen richtig zu beantworten. Reicht das, darf man in den nächsten Fall weiter. Falls nicht, muss man es wohl nochmal versuchen.

Dazu kann ich aber nichts sagen.

… denn wir haben jeden Fall im ersten Versuch direkt geschafft. *whooopwhoooop* und insgesamt haben wir 24 Stunden gespielt. Nicht an einem Stück, neee.. in mehreren Teilen natürlich. Für den ersten Fall haben wir 4 Stunden gebraucht, für den zweiten Fall auch 4 Stunden, für den dritten 2 h 45, für den vierten 4 h 40 und für den fünften und letzten 2 h 30. Wahnsinn. Dazu kommt dann noch die Zeit des Revue-passieren lassens, weil zwischen den Fällen teilweise mehrere Wochen lagen. Klar, wann hat man schonmal Zeit, 5 Stunden am Stück ein Spiel zu spielen und zwar in Ruhe und mit keinem anderen Stress im Nacken? Das sind ja doch eher die selteneren Momente… bei mir zumindest ..

Besonders!

Was das Besondere an Detective ist? Einige Dinge kann ich nicht verraten, wenn ich diesen Artikel spoilerfrei halten will … und bei manchen ist es auch einfach cool, wenn ihr es entdeckt, wenn ihr das Spiel spielt. Was ich aber sagen kann, ist, dass es eine Datenbank gibt, die euch zur Verfügung steht. Dort könnt ihr verschiedene Informationen, die ihr findet, eingeben. Das ist SUPER! 😉

So, so großartig!

Ich finde, Detective ist einfach großartig geraten. Ich habe jede einzelne der vielen Minuten dieses Spiels genossen und war zwar stolz, aber irgendwie auch ein bisschen traurig, nachdem wir den finalen Fall aufgeklärt haben. Ich wollte nicht, dass es schon vorbei ist! Gut, dass die Erweiterung LA Crimes zeitlich passend direkt rauskam … die hab ich mir erstmal geschnappt und freue mich jetzt schon sehr auf die darin enthaltenen 3 neuen Fälle, die mich und meinen Mann mit in die 80er Jahre nehmen werden.

Lecker

  • Was für ein Spielerlebnis!
  • Sehr intensiv und was für´s Hirn.
  • Damit hat man zwar nur einmal, aber dafür lange und viel Freude.

Pfui

  • Nicht so einfach, wie man beim Anblick der Schachtel vielleicht denken mag
  • Kein Spiel für Zwischendurch, dafür braucht man Zeit

Fazit

Kaddy kennt die Lösung!

  "Detective ist meiner Meinung nach eine ganz klare Empfehlung, wenn ihr folgende Dinge mögt: Rätseln, intensive Momente, Stille am Tisch wegen Nachdenken, Recherchen, wahre Begebenheiten, verwirrende und verknotete Geschichten, Spielrunden, die 4 Stunden oder mehr dauern... Ich bin absolut begeistert von diesem Spiel und habe echt jede Spielminute genossen. Das ist wirklich eine tolle Erfahrung gewesen. Herzlichen Dank an Pegasus Spiele, dass ihr uns das Spiel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt habt. Es war uns eine Ehre! ;-) "
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