Crime Story – Berlin

Frittenrezensionen Kartenspiele
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Gute Fritte

LIVE-KRIMI FÜR ZUHAUSE!

Das verspricht die Schachtel von Crime Story Berlin, denn wir können … nein: Müssen! Einen kniffligen Fall in Berlin lösen. Dann krempeln wir doch mal die Ärmel hoch und machen uns an die Arbeit, nicht wahr?

Wir haben schon die blaue Schachtel, einen Krimi in Wien, gespielt und besprochen. Dazu könnt ihr hier ein paar Worte lesen. Jetzt sind wir in Berlin und es gibt auch noch die München-Version in grün. Aber heute geht´s erstmal um pink, was im Übrigen meine Lieblingsfarbe ist. Noch lieber mag ich pink mit Einhorn, aber das ist völlig irrelevant für das, um das es jetzt geht.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Noris Spiele, die uns das Spiel gestellt haben. Vielen lieben Dank!

Leah, Mo, Joel, Ilva und Svenja

Nein, das sind nicht die 5 Freunde, das sind einige der Protagonisten dieses Spiels. Rückt eure Brillen gerade und zieht eure Detektivmäntel an!

Bei einem Musikkonzert hat jemand einen Stromschlag bekommen. Also so richtig. Nicht so wie 9-Volt-Block-an-Zunge. Das kann doch kein Zufall gewesen sein!? Und natürlich kann niemand anders außer uns herausfinden, was da geschehen ist. Ist klar.

Das Spielprinzip ist das gleiche, wie in der blauen Box: Wir müssen uns durch die Karten ackern, in dem wir unterschiedlichste Entscheidungen treffen. Die kosten alle Zeit und wir haben nur einen Arbeitstag dafür. Je nachdem, wie lang etwas dauert, rücken wir die Figur auf der Zeitleiste nach vorn. An bestimmten Zeitpunkten erhalten wir safe bestimmte Karten. Was wir dazwischen erleben, hängt davon ab, wie wir uns an Entscheidungsweggabelungen entscheiden.

Ihr könnt euch das so vorstellen: Auf einer Karte steht ein Text, darunter eure Handlungmöglichkeiten.

Kaddy hat Hunger. Sie hat immer Hunger und am liebsten isst sie Pommes. Mit Mayo. Wenn Kaddy nichts zu essen bekommt, wird sie schnell hangry, was ihre Freunde vermeiden wollen. 

Rufe beim Lieferdienst an und bestelle Pommes für Kaddy – 30 Minuten
Fahre los und kaufe Nachtisch für Kaddy – 15 Minuten

Davon könnt ihr dann theoretisch alle Möglichkeiten ausführen, wenn ihr noch genug Zeit hab und sie genau dafür auch “ausgeben” wollt.

Am Ende warten einige Fragen, die Antworten verlangen. Je mehr von ihnen wir beantworten können, desto besser. Wenn alle Fragen und Antworten durchgekaut wurden, darf man sich die Lösung anschauen und bekommt die Erklärung für all das, was man in den letzten 60 Minuten gesehen oder auch nicht gesehen hat.

Wer eine Punktebewertung seiner eigenen Meister-Detektiv-Leistung am Ende sucht, der kann lange suchen und ein NOCH so guter Detektiv sein. Er wird keine finden. Weil es keine Bewertung gibt – was ich auch okay finde. Man ärgert sich ganz unabhängig von 5 Punkten ja eh darüber, wenn man etwas übersehen oder missinterpretiert hat. Zumindest ist es bei uns so: Wenn wir mal nicht die richtige Antwort gegeben haben und das dann aufgeklärt wird kommt ein “Arrgh” mit Zähneknirschen von allen Seiten. Ist das bei euch auch so?

Wollknäuel

Natürlich muss es irgendwelche Irrungen und Wirrungen geben, damit wir überhaupt in der Lage sind, ein Detektivgefühl aufzubauen, während wir die Crime Story spielen. Das hat mir im Wien-Fall gut gefallen, wenn mir das da auch ein bisschen zu viel war. Hier in der Berliner Variante muss ich sagen, hat mich die Story nicht so abgeholt, wie die aus Wien. Manche Dinge haben sich für mich irgendwie nach GZSZ (Gibt´s das eigentlich noch? Jo Gerner und so?) angefühlt und ich hätte mir “besonderere” Twists gewünscht. Das war irgendwie … sagen wir: Es hat funktioniert und auch gut. Ist aber nichts, bei dem ich in Euphorie verfalle, wenn ich jemandem davon erzähle.

Daher würde ich hierzu sagen, dass das ein solides Detektiverlebnis war, aber auch nicht herausragend. Wenn mich jemand fragen würde, zu welcher Farbe er greifen soll, würde ich antworten: “Blau! Blau ist richtig!” (das ist ein Insider, aber ich würde wirklich mit blau antworten).

Ich würde die Crime Story so beschreiben, als dass sie irgendwie ein kleiner Verwandter von Detective ist, das hab ich auch in der letzten Besprechung schon gesagt und es passt auch hier wieder. Allerdings liegt die Crime Story Berlin schon weiter zurück in Sachen: “DAS musst du unbedingt gespielt haben!”. Aber … ich wiederhole mich.

Lecker

  • kompakt und schnell gespielt

Pfui

  • Schwächer als der 1. Teil und das Design ....

Fazit

Ich will nicht nach Berlin! *träller*

  "Das stimmt so natürlich nicht, aber ich muss immer an dieses Lied von Kraftklub denken. Ich denke, ich hab schon alles gesagt, was man zu diesem Spiel sagen kann und fasse nochmal zusammen: Wer ein Detektivspiel, das in die Richtung von Detective geht, sucht, das man gut in ungefähr einer Stunde spielen kann, der ist mit Crime Story gut beraten. Man muss schon überlegen, wer mit wem was und warum wohl tut, getan hat oder getan haben könnte. Oder tun wird. Oder auch nicht tut. Die Entscheidungen, die man trifft, sorgen ja dafür, dass man bestimmte Inhalte aufgrund fehlender Zeit gar nicht lesen wird. Das hat mir hier allerdings nicht so weh getan, wie etwa bei Detective. Da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Verschärfung gewünscht. Alles in allem: Gut! Damit macht man nix falsch. Wien fand ich besser. Daher ne schwache gute Fritte. Warte auf München. Over and out."
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