Wald der Lichter

Brettspiele Frittenrezensionen
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Gute Fritte

Wo ist der Wichtelschatz?

Der böse Gunthart hat uns den Wichtelschatz gestohlen und ihn mit einem Nebelzauber versehen. So machen wir uns auf, mit magischen Lichtern in den Händen, die Hinweise zum Schatz zu finden. Kommt mit und schaut gut zu und merkt euch den Weg bei Wald der Lichter, ein Kinder- und Familienspiel für 2 bis 4 Menschen. Anna Oppolzer und Stefan Kloß haben dieses Erinner-Schiebe-Spiel bei Drei Magier herausgebracht. Und wir schauen mit euch in die Nebelschwaden hinein.

Ein Wald im Nebel

Die dreidimensionale Schachtel ist für Kinder schon ein Highlight – auch wenn man fast gar nichts erkennen kann. Sorry, ich weiß, nicht ganz der beste Wortwitz, aber für ne frittesque Einleitung völlig ausreichend.

Wir sind auf der Suche nach dem Schatz, oder besser, nach 4 oder 5 Schätzen – kommt auf die Personenanzahl an. Aber wir wissen nicht wirklich, wo sich der Schatz befindet. Denn vor uns liegt ein 16 Felder „Labyrinth“ aus Nebel. Ja genau, Nebel. Also, nicht wirklich Nebel. Aber schon sehr nah dran. Blickdichtes Backpapier lässt uns nicht wirklich erkennen, was da vor uns liegt. Indem wir unter das Backpapier (Transparentpapier) und eine sogenannte Schatzfolie unsere Lichtermarker schieben, erleuchten die Dinge, die wir finden, hell.

Wir machen vor jedem Schritt eine Ansage und sagen voraus, was wir finden werden: Münze, Perlenkette, Kelch oder Hufeisen. Stimmt die Voraussage, so können wir weiterziehen und suchen einen bestimmten Schatz, der per Schatzplättchen vorgegeben wird. Stimmt die Vorsage nicht überein, sind die nächsten am Zug.

Das Schieben der Lichterplättchen erinnert sehr stark an Das Verrückte Labyrinth, was wohl jede*r mal gespielt hat. Hier aber ist eine Erinnerungsmechanik mit eingebaut. Wir müssen keinen Weg erschieben, den wir mit Figuren gehen, nein, unser Licht (geschobenes Plättchen) ist unsere Figur, und wir müssen uns merken, an welchen Stellen die 16 Gegenstände liegen, die wir mit unserem Licht erstrahlen lassen.

Licht im Dunkeln

Nach und nach erschließen wir uns den Wald, und im Laufe der Partie wird immer klarer, wo welches Plättchen zu liegen hat. So entwickelt sich das Spiel im Verlauf von einer Entdeckungsreise zu einem Wettrennen. Wer kann sich wie gut merken, wo was liegt.

Das gefällt, und zwar nicht nur Kindern. Auch Erwachsene (müssen hier abermals die Erfahrung machen, dass Kinder weit voraus sind in Sachen merken) haben Spaß bei der Renne- und Schieberei im Wald. „Wo war noch mal der Dolch? Hier? Ach ne, da war der Zauberstab, Mist …“

Wald der Lichter ist ein sehr schön gemachtes Kinderspiel, bei dem Haptik und Optik wunderbar zusammenspielen. Der Merkspaß und das immer mehr zum Wettrennen sich entwickelnde Spiel ist für Kinder ab 5 Jahren echt gut geeignet. Und wie schon gesagt, auch Ältere haben bei diesem Spiel sehr viel Freude.

Im Spiel sind 3 Schatzfolien enthalten, so dass auch hier für Abwechslung gesorgt ist. Ein schönes und merkreiches Kinderspiel, was auch mir gefällt.

Lecker

  • Schiebespiel und Erinnern - funktioniert sehr schön.

Pfui

  • Das Transparentpapier lässt teilweise die Schätze erahnen.

Fazit

Funfairist knipst die Birne an uns schreibt

Ich vergebe eine richtig gute Fritte. Ein sehr schönes und ansprechendes Spiel. Die Kinder haben sehr viel Freude beim Schieben und wieder einmal muss ich feststellen, dass ich mir nicht so gut Dinge merken kann. Da haben die kleinen Spatzen einem echt was voraus. Aber Spaß macht es dennoch. Herzlichen Dank an Drei Magier Spiele, die uns das Spiel für diese Rezension zur Verfügung gestellt haben.
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Gute Fritte

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