Würfelkönig

Frittenrezensionen Würfelspiele
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Superfritte

Hallo? Kann ich auch helfen?

„Hallo, ich bin Kaddy. Ich bin schon Königin und aber bald werde ich sogar noch Würfelkönigin werden, ganz sicher. Mein Königreich ist zwar schon ganz geil inzwischen, aber es geht ja immer mehr. Ich will mehr Bewohner und noch mehr Städtchen und Gebäude und überhaupt. Aber dieser Dorftrottel versteht einfach nicht, dass er nicht Teil meines Plans ist.“ Und wenn ihr wissen wollt, welchen Plan der Würfelkönig hat, dann klickt rein und erfahrt mehr über dieses Spiel aus dem Hause Haba!

Seyd gegrueszt, Gefolgschaft!

Mein Name: Kaddy.
Mein Job: Königin.
Meine Vorlieben: Zwerge und Elfen als Bewohner meines Königreichs.
Mag ich gar nicht: Dorftrottel und Würfelpech.

Heute will ich euch von Würfelkönig berichten. Das ist eines der Familienspiele von HABA. Der Autor ist Nils Nilsson. Der Illustrator ist Gus Batts. Ich mach das ja nicht oft (wieso eigentlich?), aber heute möchte ich vor allem auch den Illustrator hier erwähnen, denn ich LIEBE die Bewohner des Königreiches und die Orte, die wir hier bei Würfelkönig kennenlernen. Und vor allem wurde genau mein Nerv getroffen mit dem Dorftrottel aka Strafkarte. Ich könnt mich jedes Mal wieder wegpacken, wenn ich diese Person sehe. Deswegen soll er auch direkt zu Beginn einen besonderen Platz von mir erhalten. Mega. Hier, bitte:

HUUUHUUUUUU!! Warte, ich komme mit!

Aber jetzt mal weiter im Text. Würfelkönig ist ein Würfelspiel, in dem wir versuchen müssen, vorgegebene Würfelkombinationen zu werfen. Darüber kommen wir dann an neuen Bewohner unserer Königreichs (manche haben auch coole Spezialfähigkeiten) und mit etwas Glück auch an neue Orte, die unser Königreich noch größer machen. Spielbar ist es mit 2-5 SpielerInnen ab 8 Jahren.

Kurz zum Spiel

Es liegen immer 5 Bewohnerkarten aus und zwar je eine unter jedem Ort. Auf der Person ist angegeben, welche Kombination benötigt wird, um sie zu erhalten. Das sind entweder Würfeln in verschiedenen Farben oder bestimmte Werte oder eine bestimmte Summe oder eine Straße oder oder oder … Wenn mal ein Wurf gelungen ist, dann nimmt man sich die entsprechende Person einfach und sammelt sie auf einem Stapel, der am Ende fette Punkte bringt. Handelt es sich bei dieser Person um jemanden, der die gleiche Farbe hat, wie die darüberliegende Ortskarte, bekommt man den Ort direkt auch noch dazu. Yeah. Noch mehr Siegpunkte.

Wenn man an der Reihe ist, darf man bis zu 3 Mal würfeln. Hat man jedoch nur Blödsinn erwürfelt und kann mit dem Ergebnis nach 3 Würfen nix anfangen (also erfüllt damit keine der ausliegenden Bedingungen), kommt der gerade bereits erwähnte Dortrottel ins Spiel, den wir als Strafkarte erhalten. Der bringt Minuspunkte, die wir nicht haben wollen.

Und so wird immer reihum gewürfelt und gesammelt und am Ende hat der gewonnen, der die meisten Punkte hat.

„Wir sind alle was besonderes.“

Jaja, seid ihr, ich weiß. Daher werfen wir natürlich jetzt auch noch einen Blick auf die Protagonisten von Würfelkönig. Denn wenn wir mal ehrlich sind, dann sind das nicht wir, als angehende Könige und Königinnen, nein, dann sind es die Bewohner, die wir zu uns locken wollen. Darf ich vorstellen:

Der reiche Schnösel, er heißt Jacques, ist nur das beste gewohnt und von daher akzeptiert er auch nicht das, was die anderen so tun. Vor allem gibt er sich nicht mit Gnomen oder so ab. Bäh. Wer Jacques haben möchte, darf nur gerade oder ungerade Zahlen würfeln. Mal will er lieber das eine – mal will er nur das andere. Und am liebsten würde er auch noch auf Händen getragen werden und immer einen eiskalten Cocktail an seiner Seite wissen. Verwöhntes Einzelkind. Bestimmt.

Dann haben wir auch noch den arroganten Elf. Ich glaub eher, dass es eine Elfin ist. Spielt aber auch keine Rolle. Vor allem mag dieser Elf: sich die Haare kämmen und in den Spiegel starren. Denn so etwas schönes, schlaues und wertvolles wie ihn (oder sie) gibt es kein anderes Mal auf der Welt. Daher kann man den Elf auch nur davon überzeugen, ins eigene Königreich zu kommen, wenn man eine Straße würfelt. Mal darf sie kürzer sein – da hat Madame oder Monsieur Elf dann wohl mal nen netten Tag – mal muss sie länger sein. Wenn man das GROSSE Glück hat, einen Elf zu erhalten, dann darf man als Bonus in der nächste Runde 4 statt 3 Mal würfeln. Jaja, Elfen sind ja was GANZ besonderes.

Dem mürrischen Zwerg ist alles Wurst. Da er auf der Arbeit kein Bier trinken darf, hebt sich die Laune entsprechend auch erst dann, wenn der erste Humpen des Tages auch gehoben wird. Daher ist es ihm weitestgehend egal, was für ihn gewürfelt werden muss. Aber: Wenn er sich mal eine Zahl in den Kopf gesetzt hat, dann führt auch kein Weg an dieser vorbei. Dann sind es mal 3 Dreien oder 5 Einsen …. Kommt halt immer auf den Kater des Tages an, wie es so bei ihm aussieht.

Achso – das hier ist der irre Gnom. Ob man den wirklich haben möchte …? Der macht manchmal merkwürdige Dinge und akzeptiert nur Würfel in bestimmten Farben. Na ….. dann. Freak.

Der Kuschelige Ork möchte … kuscheln. Denn er hat in seiner Kindheit nicht genug Liebe erfahren. Das holt er sich heute wieder und geht dabei von Schmuserei zu Schmuserei. Daher ist er auch gar nicht wählerisch: Welche Zahl für ihn gewürfelt werden, ist ihm egal. Hauptsache, es sind die gleichen. Und manchmal, wenn er einen doofen Tag hat, dann müssen es auch unterschiedlich viele verschiedene Augen sein. Aber für ne Runde Schmusen macht man doch alles, oder nicht?

Der Talentierte Zauberlehrling übt noch ein bisschen, wird aber immer sicherer. Daher erhält man auch einen Bonus, wenn man es schafft, ihn zu sich zu holen. Dann darf man nämlich direkt nochmal würfeln und einen weiteren Zug machen. Ihm ist allerdings auch durchaus bewusst, dass er sehr lukrativ ist. Daher benötigt es schon einige verschiedene Farben, um ihn zu bekommen. Er ist halt nunmal ein bunter Vogel.

Die emsige Fee ist klein. Daher bringt eine einzelne Fee auch nicht viele Punkte. Aber je mehr man von ihnen (in einem kleinen Glas *böselach*) einfängt und aufbewahrt, desto lukrativer werden sie. Jede von ihnen hat 2 Lieblingsfarben – und wenn man genau die erwürfelt, wenn eine Fee da ist, dann bekommt man sie auch.

Der sonderbare Pilzkobold. Ja, genau. Es ist nicht überliefert, aber der Pilzkobold ist meiner Meinung nach nur dann so niedlich, wie hier, wenn er gerade einen Pilz gegessen hat. Die Wirkung des Pilzes hält gute 24 Stunden an. Wenn die Zeit abgelaufen ist und kein neuer Pilz gefuttert wurde, dann wächst dieses niedliche Geschöpfe unermüdlich, kriegt eine gepanzerte Haut und sabbert grünen Schleim. Und wenn dann wieder ein Pilz in Sicht ist, der gefuttert werden kann, wird er wieder klein und niedlich. Da wäre ICH ja vorsichtig. Aber, und das liegt an den Pilzen, ein Kobold steht auf Farben. Welche, das ist ihm egal (der Pilz macht eh bunte Farben ;-)) – Hauptsache, die Würfel haben die gleichen Farben.

Der Hypnotiseur ist quasi so der Mann aus den Schatten. Harte Kindheit, stammt eigentlich aus dem Süden und ist bei einer Wahrsagerin großgezogen worden. Irgendwann ist er ausgebüchst, weil er seine eigene Geschichte schreiben wollte und ist in der Hypno-Akademie zur Ausbildung gewesen. Heutzutage ist er bei Würfelkönig Protagonist und bringt noch nen Kumpel mit in das Königreich, in das er gelockt wird. Dafür darf aber auch eine gewissen Summe an Augen nicht überschritten werden. Man könnte ihn ja fragen, ob es mit einem klappt, bevor man würfelt – aber das wäre ja irgendwie auch gefudelt.

Natürlich fehlt noch ein wichtiges Wesen – schließlich geht´s hier um Fantasy! Der obligatorische Drache fehlt. Der hat Hunger und frisst die Punkte eines anderen Spielers, wenn man ihn zu sich holt. Da er riesig ist, müssen auch die Augenzahlen in Summe riesig sein. Manchmal ist der Drache auch traurig. Denn auch, wenn er gefährlich aussieht und groß ist, dann wäre er gern auch mal klein und mit dem kuscheligen Ork einfach auf einem Kuschelmarathon. Aber er muss seinen Ruf verteidigen und seinen Job als Würfelkönig-Drache machen …

Lecker

  • Was eine geile Grafik
  • Schönes Spiel zum Ärgern und für Schadenfreude
  • Sehr kurzweilig und spannend zugleich

Pfui

  • Bei Würfelpech frustrierend.
  • Glückslastig durch die Würfel.

Fazit

Kann ich auch mithelfen?!

"Wie witzig ist denn bitte Würfelkönig?! Nach einer eher nüchternen Herangehensweise vor dem ersten Spiel hat dieses Spiel schon von der  Spielminute an für jede Menge Spaß, Schadenfreude, Verzweiflung ob der Dorftrottel und Gelächter gesorgt. Wenn man hier mit dem Würfeln kein Glück hat, dann hat man auch echt keine Chance … aber es immer und immer wieder zu versuchen ist hier die Challenge. So lang, bis es klappt. Zack – und noch ein Dorftrottel im Stapel. AAARRRGH!!!Aber trotzdem weiter versuchen. Wie ich in meinen Spielerunden gehört habe: „Würfelkönig ist ja schon so ein bisschen wie Kniffel … aber viel viel geiler. Und wie toll das aussieht. Das besorg ich mir auch. Da weiß ich schon, mit wem ich das spielen werde.“ Von daher hat Würfelkönig hier bei mir total überzeugt und zwar als kleines, schnelles Würfelspiel, für das mein echt keinen Abschluss braucht und einfach mal eben auf den Tisch stellen kann, um für eine halbe Stunde (oder Stunde, wenn man direkt nochmal schnell ne Partie spielt) zu sorgen."
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