EXIT Das Spiel + Puzzle – Das dunkle Schloss

Brettspiele Frittenrezensionen
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Superfritte

“Detective Kaddy! Der alte Mann is wech!”

“Aber ich bin da – und wie immer ist offenbar meine Expertise im Rätsellösen gefragt, um ihn wiederzufinden! Praktisch, dass ich gerade Zeit habe und mich um den Vermissten kümmern kann.” Kaddy zieht sich ihren Hut tiefer ins Gesicht und nimmt einen tiefen Zug aus ihrer Pfeife. Dann wendet sie sich ihrer Schreibmaschine zu und notiert die ihr vorliegenden Informationen.

Mit einem *riittsch* reißt sie das Papier aus der Schreibmaschine und steht auf, um sich in ihrem Cadillac auf den Weg zum dunklen Schloss am Waldesrand zu machen. Dort, so sagt man, wollte der alte Mann hin. Er hatte immer merkwürdige Dinge über diesen Ort erzählt und nun war er verschwunden …

Ganz klar ein Fall für Kaddy!

Vor allem, da es sich ja hierbei um ein Puzzle handelt und Kaddy grundsätzlich nur mit Schere puzzelt, weil sie zu ungeduldig ist. Ob es in diesem Fall ohne ging? Diesen Cliffhanger will ich euch nicht nehmen. Ein Dank geht an Kosmos, die uns das Puzzle für die Rezension gestellt haben.

Zuerst einmal komme ich kurz auf die Vorgehensweise bei diesem EXIT Puzzle zu sprechen. Wir haben altbekannte Materialien, wie die Decodierscheibe, merkwürdige Teile und in diesem Fall eben auch noch 4 Puzzle, die es zusammenzusetzen gilt. Auf den Puzzles finden wir unterschiedliche Hinweis und Teile von Rätseln, deren Antworten wir auf der Decodierscheibe einstellen müssen, um Symbolcodes zu bekommen, durch die wir in Hefte gucken dürfen, die die Geschichte vorantreiben.

Irgendwann erhalten wir auf diese Art dann auch die Info, dass wir weiterpuzzlen dürfen und so arbeiten wir uns quasi durch die Geschichte. Das ist eigentlich auch schon alles – zumindest alles, was ich euch erzählen kann, ohne euch Dinge zu verraten, die ich euch gar nicht verraten will!

Ich finde, dass auch in diesem Puzzle wieder die Rätsel ganz passend zur Geschichte waren. Manche mehr als andere, aber alles in allem war das Puzzle-Spiel-Erlebnis für mich wieder sehr rund und unterhaltsam. Wie immer haben wir (wir bedeutet: 2 Personen. Mit mehr als 2 würde ich es vermutlich auch nicht spielen) die passende Playlist im Hintergrund laufen lassen, um die schaurig-gruselige (also: nicht schlimm gruselig. So wie eine dunkle Nebelnacht im Wald-gruselig halt) Atmosphäre noch ein bisschen zu verstärken.

Wenn ich die Wahl zwischen einem EXIT Puzzle und einem EXIT Spiel hätte, würde ich eher zu einem Spiel greifen, denke ich – es sei denn, das Puzzle hat ein richtig cooles Thema, das mich neugierig macht. Das wäre hier beim Dunklen Schloss der Fall gewesen und ich weiß: Ich wäre nicht enttäuscht worden. Gut, dass ich mich nicht entscheiden muss zwischen den beiden Formaten, denn ich bin nach wie vor ein Fangirl von beiden!

Das dunkle Schloss ist ein Einsteiger-EXIT, das, wenn ihr noch nicht so viele EXITs gespielt habt, sicherlich die eine oder andere Überraschung für euch bereithält. Aber auch auf Menschen wie mich, die schon ziemlich viiieeeele Spiele dieser Art gespielt haben, warten einige coole Momente.

Leider kann ich über diese Momente natürlich nicht so furchtbar viel verraten, weswegen ich nur den Spaß beschreiben kann, den ich beim Puzzlespielen hatte. Ich mochte die Atmosphäre und das Puzzlen sogar auch. Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, dass ich nur des Puzzelns wegen puzzeln würde, aber: Mein Spezialgebiet bei den EXIT-Puzzles sind die Ränder und darin bin ich ganz schön gut! 😉

Jetzt kommt auch noch die Auflösung der Scheren-Frage:

Ja, ich hab es geschafft, die Puzzles ohne Schere zusammenzusetzen. Alle sind unverletzt geblieben. Sowohl die Puzzles, als auch ich, die ein ausgeprägtes Trottel-Gen hat. 😉

Lecker

  • Verschiedene Bilder bringen Rätsel und den Fortschritt der Geschichte mit sich. Das macht Spaß

Pfui

  • Puzzle ... Puzzlen geht für mich ja eigentlich gar nicht. Aber hier bei diesen Puzzlen bin ich für den Rand zuständig. Das ist okay.

Fazit

Kaddy knipst das Licht an

  "Wer EXIT mag, wird auch die Puzzles mögen, denke ich. In dieser Schachtel stecken also 4 unterschiedliche Bilder, die man zusammenstecken muss, ohne zu wissen, wie sie aussehen soll. Das ist aufgrund der Komplexität der Bilder und er Anzahl der Teile nicht wirklich schlimm und macht sogar einem Puzzle-Hasser wie mir Spaß. Die Rätsel fand ich hier wieder sehr stimmig und abwechlsungsreich. Ich hab mich von der Stimmung des Spiels abgeholt gefühlt und mit der passenden Playlist war es ein wirklich gutes Erlebnis."
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