Calavera

Frittenrezensionen Würfelspiele
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Superfritte

Calimero? Nein! Calavera!

Endlich mal wieder ist es an der Zeit, Wikipedia zu befragen! Was soll denn Calavera bedeuten? Schauen wir doch mal …

“Ein Calavera [Plural: Calaveras] ist eine Darstellung eines menschlichen Schädels. Der Begriff wird am häufigsten für essbare oder dekorative Schädel aus Zucker oder Ton verwendet, die bei der mexikanischen Feier am Tag der Toten und am römisch-katholischen Feiertag “All Souls ‘Day” verwendet werden.” (www.wikipedia.de)

Das ist auch das Thema, das sich durch das Spiel Calavera zieht. Wir finden Blumen und Totenköpfe, die am Tag der Toten genutzt werden, um die Stadt zu schmücken – schließlich will man die Seelen der Toten begrüßen. Das ist übrigens eine Information, die wir in der Spielanleitung erfahren. Der moses. Verlag möchte nicht nur, dass wir Spaß mit Würfeln haben, sondern auch, dass wir was lernen. An dieser Stelle geht auch ein herzliches Dankeschön an den moses. Verlag, die uns dieses Spiel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Schachtel auf, Blick rein.

Was finden wir? Einen Block und 6 Würfel. Urghz. Ist das alles? Ja, das ist alles! Mehr braucht es nicht, um Calavera zu spielen. Das ganze wird in einer etwas anderen Spieleschachtel geliefert. Wir haben nämlich keinen Deckel, den wir nach oben hin abziehen und weglegen können, nein! Wir haben einen Schieber und in einer kleinen Schublade liegen Würfel und Block bereit um benutzt zu werden. Voll cool.

Und was getan werden muss ist auch denkbar einfach: Wir müssen würfeln und wollen Kreuze machen. Nicht zu wenig und vor allem: Nicht zu viel. Bloß nicht gierig werden – sonst landet man schnell in der Todeszone … und wer will das schon?

Würfelbilder

Auf den Würfeln finden wir unterschiedliche Symbole: rosa, gelbe, grüne und schwarze Punkte, sowie eine Blume und ein Totenschädel. Wer dran ist, darf maximal 3 Mal würfeln. Ziel ist es, Kreuze in den unterschiedlichen Farbreihen zu machen. Die Blumen sind Joker, die man benutzen kann, wie eine beliebige Farbe. Man muss sich allerdings entscheiden, ob man alle gewürfelten Joker oder alle Würfel einer bereits gewürfelten Farbe verwenden möchte, kombinieren is nich. Pro Würfel in einer Farbe darf man ein Kreuz in der jeweiligen Zeile machen.

Wenn da nicht die Schädel wären …

Ja, denn die Schädel sind schon irgendwie … manchmal kacke. Wenn man selbst dran ist, dann sorgen die Schädel eigentlich nur dafür, dass man weniger Würfel zur Verfügung hat. Wenn man nämlich einen würfelt, ist der Würfel quasi geblockt und kann nicht weiter gewürfelt werden in dem Zug. Naja … und abhängig davon, wieviele Totenköpfe es sind, haben die dann wiederum unterschiedliche Konsequenzen für die Mitspieler.

Angenommen, ich bin dran und habe 1 oder 2 Totenköpfe gewürfelt. Dann mache ich meinen Zug und wähle eine Farbe aus, in deren Reihe ich Kreuze mache. Aus den restlichen Würfeln MÜSSEN alle anderen jetzt auch was aussuchen und das eintragen – auch, wenn sie das eigentlich nicht wollen. Die dürfen auch das gleiche nehmen. Nur nicht das, was ich genommen habe.

Sollte es sogar so sein, dass ich drei oder mehr Totenköpfe gewürfelt habe, dann muss ich leider aussetzen. Ich darf nichts eintragen, meine Mitspieler wiederum MÜSSEN wieder eine Farbe meiner Würfel für sich selbst nutzen.

Kalt hier.

Unser Ziel ist es, nicht in der Todeszone zu landen, sondern dort, wo die Blumen abgebildet sind. Wir können nämlich unsere Reihen einfrieren und somit dafür sorgen, dass wir da nicht weiter ankreuzen können bzw. müssen. Selbst dann nicht, wenn ein anderer Totenschädel würfelt. Um einzufrieren, braucht man die dabei angegebene Anzahl an Jokern.. Plan ist es natürlich, nicht bei den Minuspunkten zu landen ….

Die Regeln von Calavera könnt ihr euch hier anschauen.

Gehacke am Spieletisch

Ich weiß nicht, ob man eine Runde Calavera spielen kann, ohne, dass jemand beleidigt wird. In meinen Runden war es auf jeden Fall immer so, dass Schimpfworte gefallen sind. Selbst, wenn man niemand anderem die Schuld geben konnte, konnte man immer noch den imaginären Idioten, der an dem ganzen Mist schuld ist, anmeckern.

Mein Lieblings-Roll & Write ist und bleibt Noch mal! – da kommt glaub ich auch kein anderes ran. Aber Calavera ist wirklich eine schöne Alternative und die kommt auch schon recht nah dran an meinen Liebling. Okay, wenn ich mich entscheiden müsste, was ich bis zum Rest meines Lebens spielen müsste – Noch mal! oder Calavera, dann würde ich Noch mal! wählen … So ist das eben mit Abhängigkeiten. 😉

Aber

Ja, das Aber. Calavera macht auch Dinge besser, als bei Noch mal!. Zum Beispiel die Würfel. Die sind super hochwertig. Besser als die von Noch Mal! Und die Schachtel von Calavera ist ja wohl auch mal der Wahnsinn. Die gefällt mir richtig, richtig gut.

Alles in allem finde ich Calavera wirklich gut. Es sieht gut aus, es fässt sich gut an, es macht Spaß, man ärgert mal sich und mal andere … eine runde und echt coole Sache. Und: mehr als 6 Würfel und nen Block braucht es in diesem Fall nicht, um Freude zu bereiten.

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Lecker

  • Hochwertiges Spielmaterial
  • Ärgern kann man nun nicht nur die anderen, sondern aus Versehen auch sich selbst
  • schnell und fluffig gespielt

Pfui

  • Das Thema hat nichts mit dem Spiel zu tun. Es ist aber nett, dass es da ist. Ist aber eigentlich überflüssig.

Fazit

Kaddy würfelt.

  "Calavera gefällt mir wirklich gut und macht viel Spaß - auch dauerhaft. Das ist ein tolles Roll & Write für zwischendurch, das man auch mit den verschiedensten Menschen spielen kann. Die Einstiegshürde ist meiner Meinung nach nicht ganz so niedrig, wie zB bei Noch Mal!, aber trotzdem kriegen auch Wenigspieler das gut hin. Und auch von deren Seite kam durchweg gutes Feedback. Calavera? Gefällt mir!"
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