Colt Super Express

Frittenrezensionen Kartenspiele
7

Superfritte

Dieses mal in platt

2015 heimste ein Spiel den roten Pöppel ein, was in Sachen Ausstattung und Optik ein echter Hingucker ist. Colt Express. Aber auch spielerisch ein super Familienspiel. Nun gibt es eine „Miniversion“ des preisgekrönten Spiels: Colt Super Express. Es ist das dem großen Spiel sehr ähnlich und verfolgt gleiche Spielweisen, und dennoch ist es anders. Wir berichten heute aus dem Leben eines Banditen (Los Frittos), der zwar nicht im Spiel selber ist, aber berichten kann, wie es abgeht in Colt Super Express von Christophe Raimbault und Cedric Lefebvre. (Ludonaute, Asmodee)

Mist! Sie haben uns entdeckt!

Verdammt! Sie haben uns entdeckt! Diese widerlichen Kreaturen von armseligen Menschen. Bürger. Bfff! Diese großkotzigen Schickimicki-Bürger. Wie ich sie verabscheue. Ich arme Wurst bin in meinem Leben immer zu kurz gekommen, und diese großkotzigen Würmer mit ihren Taschen voll Gold und Scheinen. Ich könnte auf die ganze Welt kotzen – wie ich sie verabscheue.

Sie haben es nicht anders verdient, ihnen das Geld aus dem teuren Zwirn zu mopsen. Diese Angeber. Können ruhig mal teilen und so arme Schweine wie mich unterstützen. Aber nein! Stattdessen tummeln sie sich unter ihresgleichen, protzen mit dem vielen Geld, was sie überhaupt nicht brauchen und nennen mich einen Banditen. MICH! Pah! Das ich nicht lache. Ich bin Los Frittos. Der Schurke des Wilden Fressten. Sie sollen mich kennen lernen. Na wartet, euch werde ich alle ausrauben, hier, in diesem Zug. Na wartet – Los Frittos ist an Bord, und eure prallgefüllten Taschen warten nur darauf von mir geleert zu werden.

20 Minuten später

Scheiße! Wie bin ich nur in diese Situation gekommen. Wer konnte denn ahnen, dass ich nicht allein auf diesem Zug bin. Ach Du meine Güte! So ein Mist aber auch. Sie alle sind mit an Bord und schießen wie die Verrückten um sich. Sind die denn alle lebensmüde? Doc, Mei, Belle, Tuco, Cheyenne, Ghost und Django. Was machen die hier in MEINEM Zug! In meinem Union Pacific Express. Und diese aufmüpfigen Passagiere. Und dieser Sheriff. Kann dieser Tag nicht einfach so verlaufen, wie ICH das mal geplant habe.

PENG

Mist! Das war knapp. Nein, selbstverständlich kann er nicht so verlaufen. Warum auch? Na wartet, ich werde euch alle über den Haufen schießen. Mein Colt wartet nur darauf euch zu durchsieben. Und zwar alle!

Moment! Was ist das für ein Geräusch? Das ist doch nicht? Moment mal! Ach Du grüne Neune! Die Schaffner trennen die Wagons ab. Wagon für Wagon. Das darf doch wohl nicht wahr sein! Na jetzt aber mal sputen. Ich will nicht im Wagon auf der Strecke liegen bleiben. Ich will weiterfahren, sonst holen mich die Deputies noch. Also, nix wie rauf auf das Dach und ab nach vorne.

5 Minuten später

Das war knapp. Aber dieser Belle habe ich es gegeben. Meinte, sie könnte mich erschießen. MICH! Diese Wurst! Niemals. Der habe ich einen ordentlichen Schuss mit meiner Wuppe verpasst. Hat sie richtig aus den latschen gehauen. Hat sie voll auf den hinterliegenden Wagon geschleudert, der gerade abgetrennt wurde. He he he, eine weniger.

Und dieser Django. Was war denn mit dem los? Der war auch auf dem Dach, wie ich, aber statt in unserer Richtung zu schießen, dreht der sich einfach um. Warum macht der das? War der durcheinander? Ts! Typisch Django. Weiß nicht, was er tut. Egal. Diesen Banditen schnappe ich mir gleich. Aber jetzt ist Ghost dran. Dieser Schlingel. Ich weiß doch genau, was der vor hat. Der wird bestimmt gleich hier in das Abteil kommen, und sich dann umdrehen, um seine Verfolger über den Haufen zu schießen. Na warte, diese Suppe versalze ich Dir. Dich schieße ich zuerst über den Haufen. In den Rücken, Du wirst sehen.

10 Minuten später

Puh! Da habe ich noch mal Glück gehabt. Zum Glück lag ich gerade am Boden, als dieser Tuco mit seiner fetten Waffe in den Wagon kam. Als er schoss, hat er nicht mich erwischt, sondern die Chayenne. Hat sie volle Wucht aus dem letzten Wagen katapultiert. Ha! Diese Nudel. Ich konnte zum Glück ins vordere Abteil verschwinden. Wo Tuco jetzt ist, keine Ahnung, vielleicht auf dem Dach. Egal. Ich muss nach vorne. Auf zur Lokomotive. Immer noch werden Wagon für Wagon die Abteile abgetrennt. Ich darf nicht auf der Strecke bleiben. Ich darf einfach nicht.

Also, was mache ich als nächstes? Und was wird Doc machen? Der ist hier auch noch irgendwo. Soll ich mich bewegen? Oder lieber auf das Dach? Schieße ich? Oder – moment! Ist da jemand hinter mir? Schnell drehen …

Irgendwann später

Mist! Mist! Mist! Sie haben mich. Sie haben mich tatsächlich gekascht! Und diese Mei, wie sie da auf der Lokomotive stand und breit lächelte. Ich hasse sie. Diese Knalltüte. Hat mich voll aus dem Zug gehauen. Ich fasse es nicht. Und jetzt sitze ich hier in Ketten. Der Sheriff hat mich, und Mei fährt mit all ihrer Beute in die Abendsonne. Verflucht! Wie konnte das nur passieren? Warum habe ich das nicht sehen können?

Na ja, jetzt ist es so. Der Union Pacific Express ist halt ein Last Man Standing. In diesem Fall eher ein Last Woman Standing. Egal! Na warte Mei, irgendwann, wenn ich mich erst einmal befreit habe, werde ich Dich kriegen. IRGENDWANN. Und dann gnade Dir Gott. Das schwöre ich. Ich werde Dich kriegen. So wahr ich Los Frittos heiße!

Lecker

  • Das große Spiel in kleiner Packung. Macht mit mehreren wirklich Spaß. Ein tolles Last-(Wo)Man-Standing

Pfui

  • Zu schnell gespielt? Etwas langweilig, wenn man gleich zu Beginn fliegt.

Fazit

Funfairist sortiert sich und sagt

Eine echt super gute Fritte. Colt Super Express ist das große Spiel in Miniatur und absolut unterhaltsam. 15 Minuten, und die Partie ist rum. Flink, sehr witzig und mit einer großen Gruppe ein perfektes Chaos. So lobe ich mir das Karten spielen und genießen, was passieren wird. Ein echt schönes Spiel. Mag ich sehr. Herzlichen Dank Asmodee, die uns ein Rezensionsexemplar gestellt haben.
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Superfritte

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