Dealmaker

Brettspiele Frittenrezensionen
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Lasche Fritte

Ey, gib mir Gold, dann kriegst du 2 Blumen!

Klingt komisch, kann aber ein Satz sein, der nicht nur einmal bei Dealmaker fällt. Und warum das so ist, das möchte ich euch auch erklären. Denn bei Dealmaker, dem wilden Tauschspiel aus dem Hause Helvetiq, sind wir alle Händler und wollen offen ausliegende Aufgaben erfüllen, in dem wir die darauf abgebildeten Ressourcen sammeln und abgeben. Klingt einfach – ist es aber nicht unbedingt. Denn um an neue Dinge zu kommen, müssen wir sie mit unseren Mitspielern tauschen. Da kann es schon mal das eine oder andere nicht ganz so freundliche Wort geben und viel “Bittebitte” und Kulleraugen. Aber ob die was nützen …?

Danke an Helvetiq an dieser Stelle, die uns Dealmaker als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

*Kulleraugen* Darf ich bitte deine Nüsse haben?

Die Aufgaben, die ausliegen, stehen allen Spielern zur Verfügung. Jedoch ist jede Aufgabe nur einmal verfügbar, weswegen nur der Schnellste pro Aufgabe auch davon profitieren kann. Denn für abgeschlossene Aufgaben gibt es natürlich auch Siegpunkte.

Sobald alle ihre Handkarten haben, geht’ s los und es wird geboten, getauscht und gefeilscht, was das Zeug hält, um an Dinge zu kommen, die man braucht, um die Aufgaben zu erledigen. Das tun alle gleichzeitig, durcheinander und wie und mit wem sie wollen.

Manchmal wird es nötig sein, vom eigentlichen Plan abzuweichen, um einem anderen nachzugehen, manchmal wird es auch schnell gehen, eine gerade ausgewählte Aufgabe ruckzuck zu erledigen, um direkt mit der nächsten weiterzumachen. Manchmal muss man auch etwas umdenken, denn man kann auch immer wertvollere Dinge abgeben, um weniger wertvolle Dinge damit zu “bezahlen”. Und man kann auch immer 3:1 tauschen.

Was auf jeden Fall nix bringt: Kulleraugen, niedlich sein oder sonst was. Das hier ist knallhartes Handeln und jeder will gewinnen. Von daher tut man sich hier untereinander keine Gefallen. Und vor allem lässt man sich nicht von scheinheiligen Versprechen blenden … oder doch?

Möchte man einen Deal machen, so kündigt man das ganze mit einem lauten “DEAL!” an, greift sich die Figur, zeigt seine gesammelten Dinge und wirft sie ab und nimmt sich die Deal- bzw. Aufgabenkarte. Dann geht’s weiter und zwar so lange, bis nix mehr geht. Wer dann die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.

Und…?

Nix und. Das ist das ganze Spiel. Aber ist das überhaupt ein Spiel? Ich bin mir bis heute nicht wirklich sicher. Was ich aber sagen kann: Wenn ich Dealmaker neu in eine Runde gebracht habe, dann waren die ersten Spielminuten noch voller Elan und mit Spielfreude. Das ist dann allerdings irgendwie auch schnell abgeebbt – sogar in der ersten Partie! Okay, vielleicht haben wir was falsch gespielt … noch eine Runde. “Nee, irgendwie … lass uns das mal wegpacken.” Und das ist in verschiedenen Runden so gewesen. Schade, Dealmaker ist bei mir und meinen MitspielerInnen nicht gut angekommen … Es war zum Ende einer der Partien hin sogar so, dass manch einer freiwillig eine bestimmte Sache abgegeben hat, bloß, damit das Spiel endlich ein Ende findet. Denn wenn keiner tauschen will, dann kann sich das ganze schon in die Länge ziehen, auch, wenn man auch über´s Nachziehen an neue Karten kommt. Aber das kann dauern.

Sorry, aber irgendwie hat Dealmaker den Deal mit mir nicht hingekriegt.

Lecker

  • Schneller Einstieg, weil die Regeln recht einfach sind

Pfui

  • Den Spielspaß haben wir irgendwie auch weggetauscht.
  • Das ganze kann zu nem echt langen Tauschhandel werden.

Fazit

Kaddy bietet Mayo!

  "Ich weiß noch nichtmal, ob ich Dealmaker ein "Spiel" nennen würde. Ja, wir stellen eine Spielsituation nach: Wir sind ja Händler und wollen Waren ertauschen. Aber in meinen Partien ist nicht ein einziges Mal ein richtiges Spielgefühl aufgekommen. Wir haben als Marktschreier am Tisch gesessen und geboten, bis das Spiel zu Ende war. Ich weiß noch, nach der allerersten Partie waren meine Mitspieler und ich sogar sprachlos ... "
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