Way 2 Go – Trust your Team

Brettspiele Frittenrezensionen
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Knusperfritte

Kooperative Kettenkommunikation

Du magst kooperative Spiele? Auch ein Party- und Kommunikationsspiel darf ganz gerne auf den Tisch kommen? Dann wäre vielleicht Way 2 Go eine verspielt pfiffige Aplternative für Dich? In diesem Spiel arbeiten wir zusammen. Wir müssen mit dem Stift ins Ziel ankommen. Aber das ist gar nicht so einfach, denn während blind gemalt wird, können die Mithelfenden nur vereinzelnd sprechen, tippen, Kauderwelsh sprechen und so weiter. Ja nicht vom Weg abkommen. Ein kommunikatives und kooperatives Gruppenspiel von Urtis Sulinskas aus dem Hause Queen Games.

Immer den Anweisungen nach

Der Mechanismus Kommunikation im Spiel wird in unterschiedlichen Arten und Weisen behandelt und aufgenommen. In manch Spielen ist das Sprechen im Vordergrund, andere versuchen es über Körpersprache, wie Pantomime oder so, wieder andere verlassen sich auf das Gehört. Auch anfassen gibt es in manch Spiel.

Way 2 Go fasst all diese Kommunikationswege in einem Spiel zusammen. Hier wird geredet, getippt, gezeichnet und so weiter. Zwar haben wir hier keine Ganzkörperaktion, wie Akrobatik und Theaterspielen mit bei, aber das wäre fast zuviel des Guten.

Wir versuchen zusammen einen Parcours zu meistern. Auf einer abwischbaren Tafel setzen wir den Stift an, und versuchen vom Start zum Ziel zu kommen. Wenn man möchte, könnte man in größeren Gruppen auch ein Team-Wettrennen veranstalten, was ziemlich in Chaos ausbrechen kann. Aber dazu gleich mehr. Um was geht es denn in Way 2 Go?

Stille Post mal anders

Das Grundprinzip ist an Stille Post angelehnt. Man versucht per Übermittlung eine Nachricht vom Sender zum Empfänger zu schicken. Am besten sollte die Nachricht während der Übertragung die Gleiche bleiben, und nicht neu interpretiert, beschnitten oder sonst wie verändert werden. Je länger die Kette der Übermittlung, desto schwieriger wird es.

Das erleben wir bei Way 2 Go ziemlich schnell, denn während die eine Person eine Nachricht per Sprache vermittelt (in einer unbekannten Sprache), muss jemand anderes diese Information übersetzen und per „Zeichnensprache“ auf die Hand eines nächsten Spielers malen, der dann diese Information wieder weitergibt. Am Ende sollte diese Information in eine Stift-Führung übersetzt werden, so dass der Stift auf dem Tafelparcours den richtigen Weg verfolgt.

Sollte der Stift vom Weg abkommen, kassiert die Gruppe einen Fehler. Sollten die Fehler die Spielendengröße überschreiten, ist das Spiel für alle verloren, und die Kommunikation unter allen Beteiligten sollte noch einmal gut bearbeitet werden.

Vorwärts, rechts, Stop und weiter geht es

Was ein Chaos. Vor allem, wenn man sich dazu entscheidet auch noch eine Stopp-Uhr parallel laufen zu lassen. Das ist zwar so nicht im Grundspiel vorgesehen, macht aber aus dem Spiel ein hektisches Kommunikations-Potpourri mit Chaosgeschmack. Sehr witzig. Alle bekommen ihre Rolle zugeteilt, und am besten verteilt man sich so um einen Tisch herum, oder in einer Reihe, dass die Kommunikationsaktionen nicht abgeschaut, abgehört oder sonst wie mitbekommen werden.

Wie bei einer elektronischen Weitergabe werden Information um Information weitergegeben und die Aufmerksamkeit sollte dabei nicht abflachen, denn wenn man einmal Fehler macht, wird der Stift es am Ende uns strafen.

Wir hatten sehr viel Freude damit den Informationsfluss nicht abebben zu lassen. Zögerlich sollte man nicht zu sehr vorgehen, sonst zieht sich eine Partie Way 2 Go in die Länge, aber zu schnell sollte man auch nicht sein. Die passende Geschwindigkeit – und Way 2 Go wird euch zum Erfolg führen. Unterschiedliche Tafel-Parcours machen das Spiel abwechslungsreich, schwieriger oder einfacher.

Fazit

Ich mochte meine Partien, wobei ich sagen muss, dass das Spiel erst ab 4 oder 5 Menschen so richtig in Fahrt kommt. In kleineren Besetzungen war es eher langweilig. Way 2 Go ist schon dafür ausgerichtet in Gruppe zu spielen. Da kommen erst Pannen auf, Stress und Gelächter sind zugegen, und auch so manch Spannung ist zu fühlen. Besonders schwierige Parcours auf Zeit machen richtig Stress und sorgen für Unterhaltung am Tisch.

Auf jeden Fall sollte man still am Tisch sein, denn wenn die zeichnende Person schon früh mitbekommt, wie der Stift zu wandern hat, verebbt etwas ser Spielespaß. Darum ist es ratsam, wenn die letzte Person Stöpsel im Ohr hätte, oder nebenbei die Ohren mit Zahnpasta oder so vollgeschmiert bekommt. Dies könnte man mit manch „Zwischenmenschen“ ebenso machen – sieht dann bestimmt auch ganz witzig aus.

Lecker

  • Ein schönes Spiel mit viel Chaos, wenn mal ein Fehler die Runde macht

Pfui

  • Unbedingt mit Stoppuhr spielen, und lass die Maske weg - vor allem im Sommer.

Fazit

Funfairist vertraut seinem Team und sagt

Ich vergebe eine Knusperfritte. Ich mag das Spiel, aber wirklich nur in größeren Gruppen. Das Spielmaterial ist okay, ich hätte mir eine andere Form von Sichteinschränkung gewünscht, die Pappmaske ist bei warmen Temperaturen nicht zu empfehlen – da schwitzt man schnell durch. Nehmt eine Schlafmaske, sowas ist besser geeignet. Und Ohrenstöpsel. Nettes Spiel. Herzlichen Dank an Queen Games, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
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