7 Wonders Cities

Frittenrezensionen Kartenspiele
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Superfritte

Ich will, dass ihr baut. Baut Städte. Los!

Es ist wieder Zeit für 7 Wonders! Heute werfen wir einen Blick auf 7 Wonders Cities – die zweite Erweiterung, die zu 7 Wonders erschienen ist. Hier kommen Städte bzw. Gebäude in Städten ins Spiel, die uns neue Aktionsmöglichkeiten durch ihre Effekte bieten. Wir haben uns das ganze genauer angeschaut und wenn auch ihr mehr über diese Erweiterung erfahren möchtet, dann klickt rein!

Auf die Städte, fertig, los!

Es ist wieder Zeit für 7 Wonders! Nachdem wir uns hier das Grundspiel und hier die erste Erweiterung Leaders angeschaut haben, kommen wir heute zu 7 Wonders Cities. Die erste, im wahrsten Sinne des Wortes, große Neuerung: Wir können 7 Wonders nun auch zu 8. spielen! Natürlich ist auch diese Erweiterung von Antoine Bauza und das Herzstück dieser Schachtel sind die Städte – wie der Name schon vermuten ließ. Danke an Asmodee, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Wat is drin?

Erst einmal kurz der Blick in die Schachtel, damit ihr wisst, was euch erwartet. Schließlich wollt ihr ja wahrscheinlich auch wissen,
ob 7 Wonders Cities bald auch in eurem Spieleregal einzieht, oder nicht?

Also: Wir haben 2 neue Weltwundertableaus und die passenden Karten dazu – dieses Mal sind es Petra und Byzanz. Wenn ich mir gerade so das Tableau von Petra anschaue, bekomme ich Lust darauf, meine Reisetasche zu packen … Aber naja, das ist ein anderes Thema.

Es gibt 6  neue Anführer – die wir ja schon in der letzten Erweiterung Leaders kennengelernt haben. Damit keine Langeweile in Sachen Anführer entsteht, sorgt auch Cities dafür, dass immer genug Abwechslung möglich ist. Hier möchte ich nur Caligula erwähnen und das noch nichtmal wegen seiner Spezialfähigkeit, sondern weil er einfach mega lustig und gleichzeitig spooky aussieht. Caligula wird heutzutage unterstellt, dass er wahnsinnig war. Das ist auf dem Bild auch ziemlich gut festgehalten. Was er sich wohl gerade denkt bzw. was gerade wohl gemacht hat? Ich vermute, er hat mit dem Dolch TikTakToe in seiner Hand gespielt. Gegen sich selbst.

Es gibt 3 neue Gilden, die wir ins Spiel bringen können, neue Marker, die wir so noch nicht kennen, und einen neuen Wertungsblock, um auch die Punkte zu notieren, die wir durch die Städte gemacht haben. Die Gilden und die Weltwunder möchte ich an dieser Stelle nicht genauer beschreiben – sie werden im Endeffekt ja genauso abgehandelt, wie auch im Grundspiel und sorgen nur für mehr Abwechslung.

*Trommelwirbel*

Ja, und natürlich gibt es dann die neuen Stadtkarten und zwar 27 Stück, je 9 für jedes Zeitalter. Im Endeffekt sind auf den Karten keine Städte, sondern Orte, die man in Städten findet. In jedes Zeitalter werden so viele schwarze Stadtkarten eingemischt, wie Spieler teilnehmen.

Im Spielablauf gibt´s ein paar kleine Änderungen. Zu Beginn jedes Zeitalters gibt es eine Karte mehr auf die Hand, das heißt, es wird auch eine Karte mehr ausgespielt. Aber viel interessanter sind die neuen Mechanismen, die Cities mit sich bringt.

Schulden

Deeeeenn wir können jetzt auch Schulden machen – dafür gibt´s sogar jetzt Marker. Vor allem kommt jetzt auch ein bisschen mehr Interaktion ins Spiel. Es gibt Karten, die eine zerstörte Münze abgebildet haben. Die bedeutet, dass alle Gegner desjenigen, der eine solche Stadtkarte gespielt hat, am Ende der aktuellen
Runde zahlen müssen. In Form von Münzen. Und wenn die Münzen nicht reichen, dann gibt´s Schuldmarker. (Man darf die auch auf eigene Entscheidung nehmen und statt Münzen abzugeben entsprechend Schuldmarker nehmen.) Durch die neuen Gilden und Anführer warten natürlich auch noch Münzen und Siegpunkte auf diejenigen, die sich der schwarzen Stadtkarten bedient haben.

Diplomatisch?

Ja, neu ist auch noch die Diplomatie. Die Friedenstaube vor einem Schild ist das Zeichen dafür und wenn jemand eine Karte mit dem Symbol ins Spiel bringt, gibt´s den entsprechenden Marker. Man sollte immer ansagen, wenn man solch einen Marker erhält, damit das bei den anderen nicht untergeht. Denn dieser Marker sorgt später noch für etwas besonderes. Denn wenn das nächste Mal ein Konflikt ausgetragen wird, dann muss ein Spieler, der einen Diplomatiemarker hat, ihn abgeben. Und was passiert dann? Der Typ bzw. die Typin ist einfach weg! Es wird sich verzogen und das sorgt
dafür, dass derjenige Spieler an dem Konflikt überhaupt nicht teilnimmt – es gibt keine Marker, nicht für Sieg, nicht für Niederlage. Sogar werden die Spieler, die rechts und links neben dem diplomatischen Spieler sitzen, als benachbart angesehen … uiuiui. In solchen Situationen zeigt sich, dass es sich durchaus lohnen kann, diplomatisch zu sein Und man lernt auch, dass Diplomatie bei anderen Menschen, die nicht daran teilhaben, für Ärger sorgen kann. *muahahaha*

Aber: Manchmal ist es natürlich auch … sagen wir … nicht so schön. Denn wenn man sich raushält, dann gibt´s ja auch nix für einen Sieg im Konflikt. Und das ist gerade in diesen Momenten natürlich ärgerlich. Auf der anderen Seite kann man sich sicher wissen, wenn man sich zurücklehnt und die anderen sich verhauen lässt. Ganz getreu dem Motto: „Jaja, macht ihr mal.“

Städte und Anführer

Richtig gut geht´s ab, wenn man die beiden Erweiterungen Leaders und Cities miteinander kombiniert und entsprechend beide Spielmaterialien mit ins Spiel nimmt. Das ist dann echt ne runde Sache – sowohl von den neuen Auswahl- und Aktionsmöglichkeiten, als auch von der Geschichte,
die das Spiel erzählt. (Obwohl ich nach wie vor glaube, dass der Verkauf eines Anführers für 3 Münzen eher unrealistisch ist. Das Mischen dieser beiden Erweiterungen gefällt mir wirklich gut – das sollte man allerdings erst tun, wenn man so viele Runden 7 Wonders gespielt hat, dass man die Regeln gut kennt. Gerade für Neueinsteiger gilt meiner Meinung nach: Langsam rantasten und „hocharbeiten“.

Sprich: Erstmal einige Runden 7 Wonders (also das Grundspiel) spielen, bis man verschiedene Dinge ausprobiert hat und die Regeln entsprechend gut kennt. Dann vielleicht erstmal mit Anführern spielen und daaaaann auch noch die Städte nach einigen Partien mit hinzunehmen. So hat man 1. dafür gesorgt, dass die nächsten Spieleabende schonmal geplant sind und 2. kann man die Vorfreude von allen aufrecht erhalten, wenn man zu Beginn schon erzählt, was die Gruppe in einigen Tagen oder Wochen erwarten wird, wenn alle 7 Wonders gut kennen.

Nur die Städte

Ich will nur einmal kurz anreißen, worum es bei den einzelnen Städten geht. Auch hier, ähnlich wie bei Leaders, können wir einige der Karten in Sparten einteilen. Es gibt Stadtkarten, die Forschungssymbole liefern, einige bringen eine ganze Menge rote Schilde für die Konflikte, andere sorgen dafür, dass die Gegner etwas verlieren: Münzen oder Sieg-Konfliktmarker. Manche bringen Münzen, andere produzieren Ressourcen, wiederum andere sorgen dafür, dass Ressourcen günstiger zu erwerben sind.

Lecker

  • Frischer neuer Wind für 7 Wonders
  • Diplomatie und Schulden - wow, so macht 7 Wonders Spaß.

Pfui

  • Diplomatie kann zu Gegrummel am Spieletisch führen. ;-)

Fazit

Welcome to KaddyTown..

  "Man, man, man. Was hat diese Erweiterung schon für Grummelei an unserem Spieletisch gesorgt … Die Geschichte mit den Schulden, die einige der Städte mit ins Spiel bringen, ist echt nicht ohne und ist einfach ein toller, neuer Mechanismus. Selbes bei der Diplomatie: Da man den Marker, so man denn einen besitzt, abgeben muss, wenn ein Konflikt ansteht, hat man ja keine Entscheidungsmöglichkeiten. Das kann mal gut sein, weil das den eigenen Arsch rettet, aber manchmal ist es natürlich auch nicht so schön, wenn man ganz gut aufgestellt gewesen wäre. Jaja, die Gier, die Gier. 7 Wonders Cities ist für mich eine Superfritte, weil sie ganz anderen, frischen, neuen Wind bringt – und das, obwohl nur an kleinen Schräubchen gedreht wurde, die für ein neue Gefühl – und auch neue Taktiken, die man sich suchen muss – sorgt. Das gefällt mir. "
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