Fringers

Brettspiele Frittenrezensionen
3

Lasche Fritte

Fringe, Substantiv

Rand, Randbereich, Pony, Franse, Saum

Nee.

Der Ringer, Substantiv

wrestler

Nee, auch nicht.

Fringers, Phantasiewort

Fingers und Ring? Keine Ahnung … Vermutlich aber sind es diese beiden Worte, die zum Spieltitel verschmolzen. Denn es geht in Fringers darum, unter Zeitdruck bunte Plastikringe auf den Fingern aller Mitspielenden zu sortieren. Schnell und im Team. Und nach bestimmten Regeln. Es ist nicht schwer: Jeder gibt einen Ring nach links weiter und darf den dabei immer nur oben auflegen auf irgendeinen Finger des Nachbarn. Jeder hat die Ringe auf seiner rechten Hand und gibt mit links also Ringe von seiner eigenen rechten Hand nach links weiter. Dabei läuft die Zeit und in der Mitte liegt eine Karte mit einer Aufgabe, die von allen erfüllt werden muss. Alternativ kann in der fortgeschrittenen Version jeder eine eigene Aufgabe bekommen. Die gibt es in 3 Schwierigkeitsstufen.

Ja, und … das war es. Ja, sicherlich hat Fringers es grundsätzlich nicht leicht gehabt, in diesem pandemischen Jahr, denn ein Spiel  für bis zu 10 Leute, bei dem man Ringe durch die Runde gibt gehört wahrscheinlich nicht zu den gefragtesten Titeln des Jahres. Aber auch spielerisch hat es nicht überzeugt. Denn es kam gar nicht so weit, dass ich das Gefühl hatte, zu spielen.

Die größte Gruppe, in der ich Fringers gespielt habe, bestand aus 5 Personen. Das heißt: Ich kann auch nur diese Erlebnisse beurteilen, würde aber vermuten, dass es keinen großen Unterschied macht, ob es noch 2 oder 3 Personen mehr werden. Ich muss auch ehrlich zugeben: Nach meinen Erfahrungen mit diesem Spiel hatte ich um ehrlich zu sein auch keine Lust mehr, es für die nächste Gartenparty aufzuheben, um es dann in voller Besetzung zu spielen. Und meine Mitspieler auch nicht.

“War das schon alles?” “Können wir lieber was anderes spielen?” oder “Kannst du nochmal nachlesen, ob wir etwas übersehen haben?” waren die FAQ bei den Spieleabenden und -tagen, an denen ich Fringers auf den Tisch gebracht habe. Und meine Erfahrung lehrte mich ja schon häufiger mal, dass der erste Schein trügen kann: Aber hier bei Fringers haben auch alle nachfolgenden Scheine gelogen. Und zwar so, dass sich die Balken biegen. Da bringt auch die “Bling-Bling-Variante” nix. Aber der Ring hat Glitzer und Glitzer macht alles besser. Zumindest ein bisschen.Fringers und ich werden keine Freunde werden. Schade – aber auch so ist es manchmal eben.

Für Leute, die einen Spieleabend machen möchten, ist Fringers meiner Meinung nach nichts. Kooperatives Kommunizieren kann man mit zig Spielen nicht nur unterhaltsamer, sondern auch besser üben. Vielleicht kann man es noch einsetzen, wenn man auf einem Workshop als DozentIn die Runder der Teilnehmenden mit wenig Spielerfahrung auflockern und kooperatives Verhalten (im Spiel) üben möchte – das werde ich im Jahr 2021 (hoffentlich) noch ausprobieren. Und sollte sich das als super Instrument in dem Rahmen herausstellen, melde ich mich dazu gern nochmal zu Wort und revidiere meine Erfahrungen in die Richtung. Auf meinen Spieleabenden möchte ich Fringers auf jeden Fall nicht mehr zum Spielen anbieten.

Ein herzliches Dankeschön geht an Abacusspiele, die uns das Spiel für die Rezension zur Verfügung gestellt haben. Ich glaub, ich bleib eher bei euren Sherlocks oder Team 3 😉

Lecker

  • Auch Menschen, die Farben nicht so gut sehen können, dürften die Ringfarben unterscheiden können. Und: Die Plastikringe sind stabil und einer hat Glitzer.

Pfui

  • Das Design der Karten finde ich langweilig - und auch hat der allgemeine Spielspaß hat für mich genau diesen Anstrich.

Fazit

Kaddy (f)ringelt sich ein.

  "Ui ... Es gibt Spiele, die einen fast sprachlos zurücklassen. Fringers hat das auch geschafft, allerdings leider nicht im Guten, so nach dem Motto "OMG - wie geil war das denn bitte?! Das muss ich erstmal sacken lassen!?" sondern viel mehr so: "Öhm ... also ... äh ... mir fehlen die passenden Worte. Ich. Muss weg." Fringers ist in meinen Augen kein Spiel im Sinne des "Wir machen einen Spieleabend!"-Spiel. Es soll auch kein Spiel sein, das einen ganzen Abend auf dem Tisch liegt und gespielt wird. Aber sogar als Absacker oder Icebreaker würde ich das Spiel nicht mehr rausholen. Das ist irgendwie in meinen Partien (wie bereits gesagt: ich beurteile hier die Spiele mit max. 5 Spielern) in keinem Fall gut angekommen. Das war ein Griff in den Ring."
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Lasche Fritte

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