Panic Diner

Brettspiele Frittenrezensionen
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Gute Fritte

Fast Food im Restaurant

Na? Wer wird denn hier in Panik geraten? Es ist doch nur ein stinknormaler Tag im Restaurant. Ja, vielleicht als Besucher*in. Nicht aber so für die Angestellten, denn die rasen durch die Flure, von Tisch zu Tisch, nehmen Bestellungen auf, kochen und servieren und dürfen das Spülen nicht vergessen. Ich schaue heute auf Panic Diner, einem kooperativen Echtzeitspiel von Henri Kermarrec und Maud Chalmel (Blue Orange, Pegasus Spiele). Schnallt euch an, es wird wild im Panic Diner.

Besinnlich fressen

Heißt es nicht, man solle sich Zeit nehmen in der Nahrungszubereitung und -aufnahme? Nicht so bei Panic Diner. Hier wird gegrölt, in Windeseile zubereitet und innerhalb von 90 Sekunden den Tag durchgeboxt. Ufff! Was ein Stress. Aber anscheinend hat Stress und Hektik die Gastronomie einfach weg. Fast Food auf allen Ebenen.

Wir müssen die Bestellungen der Kund*innen zufrieden stellen. Vorspeise hier, Hauptgericht da, und manche wollen nur etwas trinken oder was für den süßen Zahn. Egal. Wir haben alles im Angebot. Sogar soviel, dass VIP Gäste Extraportionen bekommen und von uns allen betüddelt werden.

Damit die Kundschaft endlich geht, und wir spülen können, müssen sie erst die Teller serviert bekommen. Das machen wir alle gleichzeitig in Echtzeit. Die Sandkörner der Sanduhr rieseln gnadenlos durch den Flaschenhals und läuten unaufhaltsam das Ende des Tages ein. Hier ist Eile gefragt.

Unser kleines Restaurant ist nicht nur fix, sondern auch maßlos in seiner Auswahl. Wir haben ALLES. Aber wo sind all die Gerichte? Wir flippen die Teller hin und her, suchen Cola, Hähnchen und Konsorten und müssen zudem irgendwelche Aktionen am Tisch machen, da die Aufgabenkarten uns das Restaurantleben zur Hölle machen.

Jeden Tag ein anderer Wahnsinn

Genau. Jeden Tag, wir spielen 7 Tage, müssen wir neue Aufgaben angehen. Mal singen wir nur, mal müssen wir abklatschen und an einem anderen Tag wird jemand zum Barkeeper auserkoren, der*die dann alle Getränke bereitstellen muss. Stress.

Aber auch sehr witzig. Ich habe mir Panic Diner richtig schmackhaft gespielt. Als ich es bei der Spiel 2019 mal gespielt hatte, dachte ich mir: Na ja, so la la das Spiel.

Und dennoch wollte ich es noch einmal spielen. Aus einem weiteren Spiel wurden zwei, drei, vier und mittlerweile kann ich kaum noch zählen, wie oft ich in Hektik und unter Zeitdruck Teller serviert und selbige gespült habe.

Panic Diner ist ein perfektes Familienspiel für Menschen, die auf kooperative, stressige und hektische Spiele stehen. Hier wird von der ersten Sekunde an auf Schnelligkeit, klare Kommunikation und kooperative Unterstützung gesetzt. Etwas sollte man die Fähigkeit besitzen selber zu suchen und hinzuhören, was die anderen von einem wollen. Die Aufgabenkarten bringen die lustige Abwechslung ins Spiel, die es braucht, damit es nicht langweilig wird. VIP Gäste sind das Salz im Spiel, denn um deren Mäuler zu stopfen braucht es kooperative Zusammenarbeit.

Fazit

Ein wirklich lustiges Spiel, dessen Wert ich erst nach einigen Partien entdeckt habe. Aber mittlerweile ein sehr gerne gesehener Gast am Tisch. Ich mag die Schnelligkeit, die Hektik, das Durcheinanderquatschen und die Notwendigkeit untereinander sich zu kalibrieren. Toll und für mal eben bestens geeignet.

Lecker

  • Hektisch, kooperativ und echt witzig

Pfui

  • Alleingänger kommen hier zu kurz und machen das Spiel kaputt: KOMMUNIZIEREN!

Fazit

Funfairist spült die Teller und sagt

Ein echt nettes und unterhaltsames Spiel. Da ich eh auf kooperative Spiele und Spiele in Echtzeit stehe kein Wunder, dass mich das hier begeistert. Ich mag es und vergebe gerne eine sehr sehr gute Fritte. Herzlichen Dank an Pegasus Spiele, die uns ein Rezensionsexemplar gestellt haben.
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