Die Legenden von Andor – Die letzte Hoffnung

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Absolute Superfritte

Andor braucht euch!

Mit Paukenschlag und Trompeten geht Andor in die letzte Runde und sendet die Helden aus, die, wenn man dem Spieltitel glauben darf, die letzte Hoffnung sind. Wieso genau und was den Spieler und die Spielerin in dieser – man darf triggern: wieder mal prallgefüllten – Spieleschachtel so alles erwartet, das schaut sich die Spielfritte heute einmal genauer an.

Die Legenden von Andor ist – nach wie vor – ein kooperatives Brettspiel aus dem Hause Kosmos. Die Spielideen und vor allem die Gestaltung stammen von Michael Menzel. Herzlichsten Dank übrigens an dieser Stelle, dass ihr uns das Finale als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt habt!! 🙂

Die Legenden von Andor – Teil 3 Die Letzte Hoffnung ist, wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, der letzte Teil der Trilogie. Hier könnt ihr auch noch einmal einen Blick auf die anderen Artikel aus der Andor-Reihe werfen, falls ihr einen Teil verpasst haben solltet oder gerade überhaupt keine Ahnung habt, wovon ich spreche.

Auch, wenn wir bereits wissen, dass im Frühjahr 2017 noch eine Erweiterung die Andorherzen höher schlagen lassen wird, tun wir gerade mal so, als wäre es vorbei.

Es ist vorbei, beibei Andor-Mond.

Warum genau braucht denn nun Andor dieses Mal schon wieder Hilfe und warum genau handelt es sich dabei um die Letzte Hoffnung Andors? Nachdem wir im Grundspiel die Burg des Königs bereits gegen fiese Monster verteidigt haben (oder es zumindest versucht haben…), nach der Hexe gesucht haben und den König königlich eskortieren sollten, sind wir bei „Die Reise in den Norden“ auf dem Weg nach Hadria – natürlich mit dem Schiff. An den Küsten, die wir auf unserer Reise erreicht haben, warteten furchtbare Seeungeheuer auf uns und auch das Wetter hat es uns nicht leicht gemacht, dem Hilferuf nachzukommen.

Nun geht´s den Krahdern an den Krahgern. Ähm. Kragen. Die haben einen ordentlichen Raubzug durch Andor angestoßen und haben auf dem Weg nicht nur das Hab und Gut der Bewohner sondern auch die Bewohner selbst eingesteckt und mitgenommen. Natürlich meldet sich da das Heldengen eines jeden stolzen Kämpfers – das schreit nach Rettung. Ich muss übrigens immer, wenn ich über Rettung nachdenke an Pamela Anderson im roten Badeanzug und David Hasselhoff am Strand denken. Die spielt aber hier bei Andor nicht mit. Und kommen wir mal wieder zurück zum eigentlichen Thema. Die Bündel werden geschnürt und die Helden machen sich auf gen Süden, um den Verschleppten die Freiheit zurück zu schenken. Natürlich – wie sollte es auch anders sein, stellen sich diverse Gegner direkt in unseren Weg und die Rettung (rote Booooje) ist nun leichter gesagt als getan. Aber wer, wenn nicht die Helden, kann den unschuldigen Bewohnern helfen?

Aiai. Klingt dramatisch.

Ist es auch – wie auch schon in den anderen Andorspielen. In diesem Fall warten auch wieder 7 Legenden darauf, durchgespielt zu werden. Und gewonnen zu werden. Wie blauäugig 😉
Wie bereits angedeutet ist die Box voll mit Spielmaterial. Was ihr also auf jeden Fall braucht, um das Spiel zu spielen, ist ein großer Tisch. Wie manche Fotos beweisen, wirken Tische manchmal größer, als sie sind, wenn Andor drauf steht. 😉

Uns erwartet altbekanntes Material: Jede Menge fiese Gegner, Helden, Ausrüstungsgegenstände, magische Schilde, Nebelplättchen und so weiter und so fort. Wer eine detaillierte Übersicht über das Spielmaterial haben möchte, der darf sich bei mir melden. Und kriegt dann ein Foto von der Anleitung 😉 Der Spielplan ist wieder beidseitig bedruckt und auf der einen Seite erwartet uns das fiese Gebirge, während wir auf der Rückseite in ein felsiges, schluchtdurchzogenes Felsendings reisen, durch den die Feuerbäche laufen. Also, Pest oder Cholera gefällig?

Es gibt da ja so eine Legende…

NÄ! Es gibt sogar 7 Legenden. Zumindest hier in diesem Spiel. Die erste Legende ist das Einführungsspiel, welches wir natürlich dank unserer Andor-Erfahrung bereits kennen. In dieser Legende geht´s auf ins Graue Gebirge und wir lernen, wie das Spiel funktioniert. Mit Hilfe einer leichten Legende. In der Hoffnung, dass wir wenigsten diese schaffen. 😉

Die Legenden 12-17 tragen die Überschrift „Die Goldenen Schilde“. Da ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte, hier nur ein paar Mini-Infos zu den Legenden: Die Legende 12 heißt „Der bleiche König“. Das kann ja heiter werden. Dass uns da der eine oder andere nicht so wohlgesonnene Freund auf uns wartet ist ja schon klar…. Dass 3 Karten „Das Volk der Berge“ heißen, lässt da wohl auch drauf schließen.. Die 12. Legende hat es mit 20 Legendenkarten in sich. Die 13. Legende „Der Tross der Andori“ bringt 8 Karten mit – stellt sich eben die Frage, ob man da einfach schneller stirbt oder mehr Chancen hat, nicht zu sterben…. 😉 Die fette Legende 14 „Der Meister des Trolls“ deutet darauf hin, dass kein Picknick auf der Blumenwiese ansteht – da wartet sicherlich blutiges Gemetzel auf die Helden. Oder?! Darauf folgen dann noch mit der Nummer 15 „Der vergiftete Geist“, „Im Schatten der Winterburg“ mit der 16 und zu guter Letzt die Nummer 17: „Die Letzte Hoffnung“. 36 Legendenkarten warten auf die Helden. Spannend.

Diese Legenden bringen wieder einmal viel Abwechslung, jede Legende hat ihre Höhen und Tiefen, jede Legende bringt Verzweiflung und Freude (mal mehr – mal weniger). Eine tolle Atmosphäre wird erschaffen durch die tollen Grafiken und die unterschiedlichen Abenteuer und nicht zuletzt auch das Spielmaterial, das das Spielbrett einfach voll und haptisch erlebbar macht.

Fazit?

So, nun haben wir geballt mal alle Andorspiele auf einen Blick. Wenn ich nun entscheiden soll, welches dieser Spiele mein Favorit sein soll, kann ich ganz klar sagen:

Ich hab keine Ahnung.

Ich finde jedes Spiel für sich eigenständig wirklich gut. Wenn mir jedoch einer eine Knarre an den Kopf hielte und ich mich entscheiden müsste, würde es wahrscheinlich so aussehen:

Die Reise in den Norden
Die Letzte Hoffnung
Die Legenden von Andor (Grundspiel)

Aber das ist wirklich knapp und für mich macht die Atmosphäre immer sehr viel aus – und daher würde ich eben bewerten, wie ich es oben getan habe. Obwohl das eigentlich auch schon fast gleich auf ist. Denn auch das Grundspiel ist einfach positiv behaftet, weil es damals das erste Spiel war, das mit solchen Mechanismen daher kam und einfach ein ganz neues Spielgefühl vermittelt hat. Die Letzte Hoffnung hat eben auch etwas für sich, weil man auf Monster trifft, die man niemals hätte treffen wollen und die Geschichte so düster und in Nebel getaucht scheint.

Die Erweiterungen kann ich nicht wirklich in diesem Zusammenhang bewerten. Ich spiele sie immer mal wieder mal – aber notwendig sind sie nicht, um den Spielspaß zu erleben. Aber wie das ja nunmal ganz oft ist bei den Spielern: Es geht nicht immer darum, dass man es haben muss, damit man Spaß hat. Man will es auch einfach manchmal haben, damit man es hat. Und das ist auch völlig in Ordnung so 😉

Lecker

  • Noch mehr Legenden
  • Es ist wieder so ein großartiges Spielgefühl!
  • I <3 Andor.

Pfui

  • Manchmal hat man einfach nur die Wahl aus Pest und Cholera. Oder ist das was gutes? Irgendwie ja schon .. . mh. ;-)

Fazit

Kaddy zündet eine Wunderkerze an:

  " Auch Die Letzte Hoffnung von Andor bekommt von mir eine Superfritte. Das Spielkonzept bewährt sich einfach und ich finde es klasse, dass keine Partie wie die vorherige ist, irgendwie. Und auch, dass jede große Box von Andor immer neue Erwartungen schafft und diese auch erfüllen kann. Schade, dass da nix mehr kommen wird. Die Legenden von Andor – An der Pommesbude wäre sicherlich noch ein tolles weiteres Grundspiel geworden (feat. Spielfritte natürlich ;-) )"
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