Mysterium Park

Brettspiele Frittenrezensionen
7

Superfritte

Mord auf der Achterbahn

Was ist denn da schon wieder passiert? Ein Mord? In unserem heiß geliebten Freizeitpark? Ich fasse es nicht. Und schon wieder streifen die Spiritist*innen hinaus, um Täter*innen und den Tatort ausfindig und dingfest zu machen. Trödeln sollten sie nicht, denn ihnen bleibt nicht viel Zeit. Mysterium Park ist ein kooperatives und kommunikatives Spiel von Oleksandr Nevskiy und Oleg Sidorenko, was bei Libellud (Asmodee) erschienen ist.

Von der Villa zum Mysterium Park

Auf die Frage, ob dieses Spiel wie Mysterium ist, kann ich sagen: Ja, ist genau das gleiche. Okay, hier und da gibt es wenig Veränderung, aber an sich ist es genau das Gleiche. Und wisst ihr was? Es ist genial. Endlich sparen wir uns das aufwendige Aufbauen, was wir bei Mysterium hinter uns bringen mussten, um endlich loslegen zu können. Einfach Brett aufklappen, zack die Personen auslegen, und schon kann es losgehen.

Über Asmodee bekommen wir schon seit etwas längerer Zeit verschlankte Neuauskopplung von Spielen geliefert, die durch unterschiedliche Verlage vertrieben werden. Sei es Zug um Zug mit seinem Städteauskopplungen, oder Hotzone Nordamerika von Pandemic, Colt Express schlankt sich zu Colt Super Express zusammen – und auch Mysterium Park ist Mysterium in klein.

Klein und sehr fein

Dieses Kleinformat steht dem Spiel ausgesprochen gut. Die Ausstattung ist sensationell und detailliert liebenswert. Auch wenn einem der Schauer über den Rücken rennen will beim Anblick der Charaktere und der Orte – im Ganzen passt die Optik perfekt.

Obwohl wir quasi nur 2 Ebenen haben (Mensch und Ort), schmeckt diese Verschlanktheit richtig richtig gut. Das Spielgefühl ist das selbe und macht mir sogar noch mehr Spaß, als der große Vertreter. Hier ist weniger mindestens genauso gut. Das gefällt mir sehr gut.

Die neue Komponente mit dem Zeugen ist eine sehr schöne und äußerst passende Würze im Spiel. Das rettet das Raten noch einmal und gibt während des Spiels eine weitere Chance. Schön gelöst.

Blickfang

Ich möchte noch einmal zur Gestaltung zurück kommen. Die Optik und die Illustration von Mysterium Park ist wirklich gelungen. Ich kann mich in diesen Zeichnungen verlieren und erträume mir gleich Schauergeschichten zusammen, die ein Tim Burton nur filmisch umsetzen kann. Wie grandios sind diese Zeichner*innen Bitteschön. Ich bin geflasht. Allein der Bilder wegen, lohnt sich dieses Spiel. Absolut großartig.

Die Karten sind so voller Hinweise, dass man immer und ständig etwas finden kann, um es mit den Visionskarten zu erklären. Hammer. Gepaart mit der Spielerphantasie ist auch dieses Kommunikations- und Assoziationsspiel einfach unendlich. Jede Partie gibt neue Geschichten, neue Interpretationen, neue Zugänge. So vielseitig zeigen sich selten Spiele dieser Art.

Ich bin auf jeden Fall ein Fan davon.

Lecker

  • Wow. Verknappt und einfach perfekt. Ein ganz tolles und wunderschönes Spiel.

Pfui

  • -

Fazit

Funfairist sitzt an der Kristallkugel und hat eine Vision

Ich bin begeistert. Ein absolut prachtvolles Spiel – spielerisch und optisch. Ich bin hin und weg. Ich vergebe eine Superfritte und sage: ganz großes Tennis. Für mich passt alles und ich finde es einfach nur toll. Schade ist nur, dass man dieses Spiel nicht mit jeder*jedem spielen kann. Manch Spielende können sich der Interpretationsspielerei einfach nicht hingeben. Nun, dann bleibt dieses Spiel eben im Schrank, wenn wir zusammen kommen. Dann spielen wir eben was anderes. Obwohl – schade. Herzlichen Dank an Asmodee, die uns ein Rezensionsexemplar gestellt haben.
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Superfritte

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