Zombie Teenz Evolution

Brettspiele Frittenrezensionen
7

Superfritte

Teenager-Slayer

Jetzt mal ehrlich: Welches Spiel mit einem Legacy-Element könnt ihr auf den Tisch packen, wenn ihr mit den etwas Kleineren spielen wollt? Stimmt! Nicht so viele. Zombie Kidz Evolution gibt es schon, aber wer das schon fertiggespielt und vollgeklebt hat, mag vielleicht etwas Abwechslung haben. Gut, dass Scorpion Masqué Zombie Teenz Evolution von Annick Lobet nun rausgebracht hat (hierzulande über Asmodee), wo ihr wieder fleißig gegen Zombies kämpfen könnt und dieses Mal Kisten hin und her schmeißt. Also, die Schule war uns nicht genug, nun ist die Stadt dran. Ich erzähle euch heute etwas zu Zombie Teenz Evolution.

Kistenwertwerftowerdefense

Ja ja, diese Stadt ist voller Zombies. Sie krauchen aus den Gullies der Stadt und gurren und knurren umher. Worauf haben sie es abgesehen? Nicht auf unsere Teenager, die seit Zombie Kidz Evolution die Schule sicher gemacht haben, nein, sie wollen in unsere geliebte Stadt eindringen, um nach Popcorn, Donuts und weiteren Krempel Ausschau zu halten. Da sagen wir ganz klar: STOP! So nicht!

In Zombie Teenz Evolution haben wir es mit dem Nachfolger von Kidz zu tun. Aber keine Sorge, ihr braucht Kidz nicht gespielt zu haben, denn Teenz lässt sich ohne Probleme auch ohne den Vorgänger spielen.

Um was geht es denn?

Nun, dies ist ein kooperatives Spiel. Wir alle spielen zusammen und versuchen die Zombies dran zu hindern, in die nahegelegenen Geschäfte einzudringen. Denn was machen Zombies? Genau, sie sorgen für Chaos und hüpfen wie bescheuert auf umgeworfenen Trampolins herum. Sehr strange. Aber ja, das tun sie. Und unsere Aufgabe ist es Kisten aus den Geschäften zu holen, um diese in die Schule zu bringen.

Im Spiel Zombie Teenz Evolution haben wir es mit einer kleinen Rasselbande von Teenagern zu tun, die gemeinsam Aufgaben erfüllen müssen. Schaffen wir sie, kleben wir uns kleine Pokale ins Heft und schalten nach und nach kleine Belohnungen frei, oder Schwierigkeiten – wir wissen es nicht, denn im Spiel befinden sich Umschläge. 14 an der Zahl. Und diese lassen unser Spiel wachsen und weiterentwickeln. Wir bekommen Dinge, die uns Gutes tun und unsere Spielcharaktere ausbauen, aber auch Schwierigkeiten kommen ins Spiel. Das ist Legacy. Und es wird geklebt, beschriftet und erweitert.

Keine Sorge, die „Verunstaltungen“ sind nicht so rabiat, dass man das Spiel danach in die Tonne schmeißen kann, nein, aber sie lassen das Spiel wachsen und machen es letztlich „fertig“. Soviel kann ich schon mal sagen: Am Ende könnt ihr Zombie Teenz Evolution immer und immer wieder spielen. Kein Ding.

Schaffen wir manche Aufgabe nicht, drohen uns Gehirn-Aufkleber. Die sind nicht schlimm, frusten aber das Spielgefühl, da wir doch viel lieber gewinnen und nicht immer nur verlieren, oder?

Das ewig Gleiche und das Andere

An sich machen wir fast immer das Gleiche, und die sehr kurze Spielzeit lässt das Gleiche recht kurzweilig erscheinen. Wir würfeln, machen was, und dann geht es weiter.

Von Runde zu Runde wird es jedoch spannend, und manch Missionen lassen das Spiel spannend, schwierig, herausfordernd und wieder anders darstehen. Das ist nicht nur für Kinder unterhaltsam, auch manch unerfahrener Mitspieler im älteren Jahr kann hier Freude haben.

Vielspielende werden schnell gelangweilt sein, denn so viel Variation hat das Spiel nicht in Petto. Auch nach 14 Umschlägen nicht. Aber unschön ist es nicht, bei weitem nicht. Die sehr kurzen Partien, das echt tolle Artwork, die klasse Aufkleber und die eine oder andere Überraschung sorgen für Unterhaltung und Abwechslung.

Ich für meinen Teil hatte bei jeder Partie Spaß. Und nach 2 Tage durchspielen war ich mit meinen Partien auch fertig. Langweilig wurde es nicht, auch wenn wir immer und immer wieder das Gleiche gemacht haben; dennoch waren die Partien unterhaltsam, abwechslungsreich (trotz der Gleichheit), teilweise ganz schön knapp und vom Unglück verfolgt.

Ich war schon vom Vorgänger sehr begeistert. Dem steht der Nachfolger nichts nach. Auch hier haben wir ein sehr unterhaltsames Spiel vor uns, was ich aber eher Richtung Kinderspiel packen würde, als in die Sparte Familie.

Ob man den Vorgänger braucht? Nein. Ob man lieber das oder den Vorgänger spielen sollte? An sich sind sie schon sehr ähnlich. Mir hat dieses Spiel einen Tacken besser gefallen, da die Karten im Spiel etwas mehr Würze gebracht haben.

Lecker

  • Sehr leicht zu lernen und zu spielen, und das Legacy ist familientauglich.

Pfui

  • An sich relativ wenig Veränderung.

Fazit

Funfairist schlägt die Rotte zurück und schreibt

Auch hier vergebe ich eine Superfritte. Ein ganz tolles Familienspiel, was ich aber eher Richtung Kinder packen würde, als zu vollends Erwachsenen. Dafür hat das Spiel dann doch zu wenig Pepp. Nichts destotrotz ein sehr unterhaltsames und liebevoll gestaltetes Spiel. Herzlichen Dank an Asmodee, die uns ein Rezensionsexemplar gestellt haben.
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