Dice Forge

Brettspiele Frittenrezensionen
8

Absolute Superfritte

Göttlich? Klar! Kann ich!

Dice Forge ist ja schon ein bisschen älter, aber heute ist es an der Zeit auf dieses Spiel zu schauen. Und zwar etwas genauer! Wieso? Weil gerade bei Asmodee die Erweiterung zu dem Grundspiel erschienen ist. Und damit ihr wisst, was es überhaupt damit auf sich hat, macht es ja auch Sinn, wenn wir vom Grundspiel berichten, bevor wir über die Erweiterung quatschen.

Klingt logisch, ist aber so.

Jaja. Wenn ich mich zurück erinnere, wann ich Dice Forge das erste Mal gespielt habe, dann sind das knapp 2 Jahre, die ich in die Vergangenheit gehen muss. Ich war mit Funfairist auf der Berlin Brettspielcon und dort lag auch Dice Forge aus, allerdings – wenn ich mich recht erinnere – noch einer Vorabversion. Wie auch immer: Wir hatten uns mit 2 weiteren Menschen für eine Partie zusammen getan und schon ging es los. Irgendwie sprang der Funken aber nicht über und irgendwie waren wir nach der Partie betrübt. Das sah doch so toll aus und sah so vielversprechend aus … haben wir da was falsch gemacht!? Naja … “Oh guck mal! Noch mehr Spiele zum spielen!” Und dann hieß es: Aus den Augen, aus dem Sinn. Auch andere Verlage haben schöne Spiele.

Aber ich konnte nicht vergessen …

Irgendwas an dem Spiel hatte mich aber angefixt, sodass ich noch lange darüber nachdachte. Und dann hab ich es mir gekauft. Das kann doch nicht sein – irgendwas mussten wir in Berlin falsch gemacht haben. Und, was soll ich sagen, gut, dass ich es mir gekauft habe! Wir hatten tatsächlich was falsch gemacht. Und wenn man Dice Forge dann richtig spielt, dann hat man ein ganz grandioses Spiel auf dem Tisch, wie ich finde.

Worum gehts?

Die schnelle Zusammenfassung ist die, die jetzt folgt. Die ganzen Regeln könnt ihr hier finden. Falls ihr euch wundert: Es gibt eine 1. und eine 2. Auflage, in denen sich ein paar Regeln voneinander unterscheiden.

Aaaaalso … Die Hintergrundgeschichte fasse ich mal kurz: Wir wollen uns beweisen, weil die Götter uns einen Platz in ihren Reihen angeboten haben. Wir wollen denen also zeigen, wie mutig und gut wir sind!

Was wir bei Dice Forge tun ist: Würfeln und Ressourcen sammeln, damit wir neue Würfelseiten schmieden können. Jeder von uns hat 2 Würfel, über die wir die Ressourcen (Mondsteine, Sonnensteine und Münzen, sowie Siegpunkte) erhalten. Die halten wir auf unserem Tableau fest. Zumindest solang, bis eine Leiste voll ist. Wenn die Speicher voll sind, passt eben nix mehr rein. Aber wir können, wenn wir dran sind, Ressourcen ausgeben, um an neue Würfelseiten aus dem Tempel zu kommen, oder um Karten zu kaufen, die uns Boni und weitere Aktionsmöglichkeiten ermöglichen, durch die wir an Punkte kommen können. Der Tempel ist übrigens das Unterteil der Schachtel, das umlaufend auch sehr schön designt ist. Daran werden dann die Inseln gelegt, von denen aus man an die Heldentatkarten kommen kann.

Würfel schmieden – Dice Crafting

Allein das Schmieden von Würfelseiten macht so viel Spaß, dass ich selten Lust habe, Dice Forge weg zu packen. Wenn ich im Tempel eine neue Würfelseite kaufe, dann muss ich dafür eine andere Würfelseite entfernen. Die sind nämlich auf meinen Würfeln nur festgesteckt und ich kann sie entfernen, in dem ich sie mit einer Ecke der neuen Seite raushebel. Dafür kommt dann die neue Seite rein. Und an neuen Seiten wurde nicht gespart: Es gibt eine höhere Anzahl an Ressourcen, die man bekommt, wenn man die Seite würfelt, mit anderen kann man den Würfel eines Gegners kopieren und wieder andere sorgen dafür, dass man abkassiert, wenn jemand anders eine bestimmte Würfelseite würfelt. Naja, und noch mehr!

Es gibt noch einige Mechanismen, die einfach Spaß machen, auf die ich aber hier gar nicht so sehr im Detail eingehen möchte. Daher nur ganz kurz: Zu Beginn eines jeden Zugs (also sowohl meinem als auch dem von jedem anderen) darf jeder eine große Göttergabe erbitten – das bedeutet, dass man seine beiden Würfel würfelt und das bekommt, was man gewürfelt hat. Das kann mal gut laufen und mal nicht so gut, je nachdem, was man gerade so braucht und wie die Würfel aktuell so aussehen. Aber man bekommt immer Ressourcen und hat dadurch irgendwie nie das Gefühl, auf dem trockenen zu sitzen. Außerdem ist man immer (zumindest ein bisschen) dran – was die Downtime ganz schön nach unten schraubt. Das find ich gut, denn Langeweile beim Spielen find ich nicht so gut. 😉

Natürlich kann man in jeder Partie auch eine feste Route befahren, wenn es darum geht, welche Karte und Würfelseiten man kauft. Aber es gibt so viel Auswahl und so viele verschiedene Möglichkeiten, Punkte zu machen, um am Ende zu gewinnen, dass man immer wieder andere Strategien ausprobieren kann und sollte. Langweilig wird Dice Forge nicht. Also, für mich nicht.

Chibsch bischt.

Und dann dieses Artwork: Biboun hat ihr wirklich ganze Arbeit geleistet. Dice Forge ist wirklich ein wunderschönes Spiel und hat auch noch echt hochwertiges Material – was will man denn mehr? Dass Ordnung in der Schachtel herrscht, richtig! Und auch hier ist Dice Forge ein echtes Vorbild! Für jedes Material gibt es einen festen Platz, es gibt eine Einräumanleitung und sogar ein Gummiband, das dafür sorgt, dass nichts verrutscht. Aber nicht so ein popeliges Gummiband, nein. So ein richtig massives, breites Band. Einfach göttlich!

Lecker

  • Würfel selber schmieden? Geilo!
  • Was für ein Artwork. Ich bin hin und weg.
  • Jede Partie kann ganz anders sein als die andere.
  • Hochwertiges Spielmaterial

Pfui

  • Zu zweit schon ganz gut, aber mit 3 und 4 erst richtig cool.

Fazit

Kaddy schmiedet die Mayoschale

  "Dice Forge ist endlich mal was Neues! Das Schmieden der Würfelseiten hat mir in der ersten Partie Spaß gemacht und es macht mir auch heute immer noch Spaß. Das Spiel ist so toll ausgestattet und sieht so super aus, dass ich mich immer wieder richtig in den Bann des Spiels gezogen fühle, wenn Dice Forge auf dem Tisch steht. Innovation, Spielspaß, Design - ist für mich einfach top!"
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